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Beitrag 340 – Pragmatische Abschätzung des Kontokorrentbedarfs – Teil 3

Im letzten Beitrag haben wir damit begonnen, den Umlaufkapitalbedarf eines Existenzgründers konkret – eines Handelsunternehmens – einmal in Zahlen zu kleiden. Anhand der Debitorenlaufzeit sowie der Lagerdauer wurde jeweils ein rechnerisches Volumen an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräten ermittelt. Diese Überlegung gilt es nun fortzusetzen. 

Ableitung des rechnerischen Kreditorenbestandes

Es verbleibt nun eine spannende Frage: Kann ein Teil des auf diese Weise bestehenden Finanzbedarfs auch über die Lieferanten aufgefangen werden?

Grundsätzlich ist die Frage zu bejahen, aber: Bitte bedenken Sie daran, dass jedes neu gegründete Unternehmen bei den Lieferanten entweder keine oder nur sehr geringe Zahlungsziele erhalten wird. Wenn Sie also einen möglichen Refinanzierungsspielraum über die Kreditoren berechnen möchten, gehen Sie folglich eher von sehr restriktiven, d. h., kleinen Zahlungszielen aus. Sollten Sie durchschnittliche Branchenwerte verwenden, gilt hier die Aussage: Orientieren Sie sich eher an dem Minimalwert der Branche oder aber an noch kleineren Zahlen.

Einmal mehr gilt es, die bekannte Bilanzkennzahl Kreditorenlaufzeit (Kreditoren ÷ Materialaufwand x 360) so mathematisch zu verändern, dass nicht die Laufzeit, sondern der Kreditorenbestand errechnet wird. Unter Verwendung einer angenommenen Kreditorenlaufzeit von 17 Tagen, ergibt sich die folgende Betrachtung: 

Halten wir kurz fest: Durch eine mathematische Umformung der bekannten Bilanzkennzahlen Lagerdauer, Debitorenlaufzeit und Kreditorenlaufzeit sowie der Annahme adäquater Branchenwerte ist es möglich, jeweils rechnerische Salden des Vorratsbestandes, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu ermitteln. 

Wir sind daher, meine Damen und Herren, fast schon am Ziel. 

Abschätzung des Finanzbedarfs

Da die Debitoren sowie die Vorräte eine Kapitalbindung, die durchschnittlichen Lieferantenverbindlichkeiten aber eine Mittelherkunft darstellen, gilt es sämtliche auf diese Weise ermittelten Positionen wie folgt zu saldieren:

Der sich ergebende Saldo dürfte dann eine Näherungsgröße für den betriebswirtschaftlichen Umlaufkapitalbedarf sein, den Ihr Unternehmen mindestens benötigt. 

Grenzen  / Prämissen der Berechnungen

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Diese Aussage gilt auch hier. 

Ein KK-Rahmen exakt in der o. a. Höhe aus zu beantragen, wäre sicherlich nicht zielführend. 

Es handelt sich hierbei lediglich um eine Durchschnittsbetrachtung, die nur unter engen Prämissen als „bare Münze“ genommen werden kann. Hinzu kommt, dass ein Großteil des zu ermittelnden Bodensatzes nicht über den Kontokorrent, sondern eher mittel- bis langfristig finanziert werden sollte. 

Saisonale Spitzen, die sich beispielsweise durch einen nicht linearen Wareneinkauf oder aber eine unterschiedliche Verteilung der Umsatzerlöse innerhalb eines Monats oder innerhalb der Monate eines Jahres ergeben, sind in der Betrachtung gleichfalls nicht berücksichtigt. Der insgesamt betriebswirtschaftlich zu stemmende Finanzbedarf liegt also in aller Regel höher als die oben ermittelte Zahl. Auf die genaue Aufteilung des Finanzbedarfs in einen Kontokorrentrahmen und eine mittel-/langfristiges Darlehen wäre mit dem Finanzpartner zu diskutieren.

Dennoch: Mit der o. a. Betrachtung erhalten Sie sehr wohl eine gute betriebswirtschaftliche Orientierung, damit die Finanzierungsgespräche mit Ihrer Hausbank bzgl. der optimalen Kontokorrenthöhe auf Augenhöhe auch zielführend geführt werden können. Eine Diskussion wie bei einer Metzgerei: „Darf es etwas mehr sein?“ sollte vermieden werden.

Wenn Ihnen die Vorgehensweise zu grob erscheint oder aber die Berechnungsmodalitäten aufgrund des speziellen Geschäftsmodells Ihres Unternehmens nicht passen, dann bleibt nur eins: 

Erstellen Sie eine aussagekräftige Ertrags- und Finanzplanung und dokumentieren Sie exakt, unter welchen Annahmen Sie auf die Plan-Zahlen gekommen sind. Sie haben einen solchen Planungssatz noch nie erstellt und Sie suchen einen Partner, der Ihnen bei der professionellen Aufbereitung sowie Diskussion hierüber zur Seite steht? 

Null Problemo: Hier die Hotline: 02208 9216 555 oder per Mail info@schaaf-office.de

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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Insgesamt war er über 40 Jahre in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.