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Beitrag 342 – Zombie-Unternehmen und was Sie für Ihr Unternehmen daraus lernen können.

In letzter Zeit sind die Insolvenzen wieder stark gestiegen. Jedes Schlechte hat auch sein Gutes. 

Tiefgreifende Analysen zeigen, dass ein Teil der in Insolvenz gegangenen Unternehmen Zombie-Unternehmen war, die nur durch starke Liquiditätsquellen so lange überleben konnten.

Der Begriff Zombie-Unternehmen hat nichts mit Voodoo-Zauber zu tun. Der Begriff bezeichnet stark verschuldete Unternehmen, die es immer wieder geschafft haben, dank weiterer, günstiger Kreditierungen alte Löcher zu stopfen. 

Einmal mehr galt bzw. gilt: So lange Liquiditätsquellen erschlossen werden können und/oder die Hausbank ein Unternehmen kreditiert, überlebt das Unternehmen immer. Die Sinnhaftigkeitsfrage: Die stellt sich hier sicherlich. 

Auch das sehr geringe Zinsniveau der letzten Jahre war ein Grund für das Entstehen von Zombie-Unternehmen. Bei einer marktadäquaten Bepreisung hätten viele Unternehmen sicherlich die letzten Jahre nicht überbrücken können.

Sie glauben, dass dies eine Randerscheinung der Wirtschaft ist?

Weit gefehlt. „Um die Dimension und Entwicklung beschreiben zu können, hat Kearney für seine umfassende Analyse aller börsennotierten Unternehmen seit der Jahrtausendwende hinsichtlich von Zombie-Merkmalen … untersucht und die Ergebnisse nach Branchen ausgewertet.“ Die Quelle, dieser von Kearney veröffentlichten Studie, haben wir in den Shownotes dieses Podcasts veröffentlicht. Demnach hat sich seit 2010 die Zahl der Zombie-Unternehmen weltweit nahezu verdreifacht. Bestehende Probleme konnten primär aus einer Kombination von günstigen Krediten und staatlichen Hilfsprogramm – insbesondere während der Corona-Pandemie – kaschiert werden. Die entscheidende Frage wurde aber nicht gestellt: Ist das Geschäftsmodell des Unternehmens auch zukunftsfähig bzw. tragfähig?

Aus der Studie konnte entnommen werden, dass lange Zeit in Deutschland lediglich rd. 5 % der Firmen als Zombie-Unternehmen zu quantifizieren waren. Dieser Anteil dürfte in den Jahren 2024 und 2025 deutlich angestiegen sein. 

Sie ahnen die Gründe? Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Kombination mit einem höheren Zinsniveau haben sich für manche Unternehmen deutlich verschlechtert. Jetzt zeigt sich erst den Kreditgebern, dass das Geschäftsmodell der Unternehmen (seit Jahren) nicht mehr tragfähig ist bzw. war. Der Kapitaldienst kann folglich nicht mehr erbracht werden.

Kurzfristig sind erhöhte Pleiten sicherlich negativ aufgrund beispielsweise der Verluste von Arbeitsplätzen zu sehen. Mittel- bis langfristig dürfte hierdurch allerdings eine Bereinigung der Wirtschaft eintreten. Denn: Ein hoher Anteil an Zombie-Unternehmen hindert jede Volkswirtschaft daran, eine hohe Produktivität und Innovationskraft zu erzielen. 

Für Zombie-Unternehmen gilt: Liquidität ist Trumpf. Daher wird alles darangesetzt, beispielsweise durch das Einkaufen von zu billigen Aufträgen oder aber auch Waren unter Einkaufskonditionen frühzeitig Liquidität zu generieren – beispielsweise über Abschlagszahlungen. Dies hindert zwangsläufig andere Unternehmen, die ihre Leistungen zu auskömmlichen Preisen kalkulieren, diese auch am Markt zu platzieren. 

Lassen Sie uns ein Fazit ziehen:

Zombie hin oder Zombie her.

Die Frage, ob das Geschäftsmodell eines Unternehmens dauerhaft zukunftsfähig ist, ist permanent zu stellen und zu bejahen. 

Gute Unternehmen zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie sich und ihr Geschäftsmodell permanent hinterfragen und alles daransetzen, durch ein marktadäquates Produkt- und Leistungsspektrum, hohe Qualitätsstandards, motivierte Mitarbeiter, eine hohe Service-Orientierung usw. stets eine dauerhaft gute Ertragslage zu erzielen. Wenn Sie dies beherzigen, dann kann nichts passieren und Sie können die Zombies gerne im Bereich von Voodoo verdammen.

Seminare

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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Insgesamt war er über 40 Jahre in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.