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Beitrag 343 – Fünf Maßnahmen, wie Sie Fehlzeiten in Ihrem Unternehmen senken können – Teil 1

Fehlzeiten, meine sehr geehrten Damen und Herren, belasten die mittelständischen Unternehmen von Jahr zu Jahr stärker. Dies zeigen diverse Statistiken, die beispielsweise von den gesetzlichen Krankenkassen veröffentlicht werden. 

Laut Studie der IKK Classic für das Jahr 2024 liegt der durchschnittliche Krankheitsstand im Handwerk gemessen an Arbeitsunfähigkeitstagen bei fast 26 Tagen pro Mitarbeitenden und Jahr. Zum Vergleich: Die gleiche Studie zeigt, dass dieser Wert im Jahr 2019 bei „lediglich“ 20 Tagen lag.

Der ein oder andere mag denken: Was machen schon die paar mehr Tage aus? 

Weit gefehlt. Selbst dann, wenn die Personalkosten weitestgehend bei längeren Ausfallzeiten von den Krankenkassen übernommen werden, so fehlt die Produktivleistung des Mitarbeitenden. Die fehlende Arbeitsleistung muss dann – eine entsprechende Auftragslage vorausgesetzt – von der übrigen Belegschaft, d. h. dem gesamten Team aufgefangen werden. Die Erfahrung zeigt zudem, dass selbst dann, wenn verstärkt auf externe Kräfte wie Leiharbeiter gesetzt wird, die Effizienz des Unternehmens sinkt. 

Produktivitätsverluste durch Fehlzeiten

Das folgende, einfache Beispiel soll zeigen, wie viel Wertschöpfung allein durch einen Krankheitstag rechnerisch pro Mitarbeitenden verloren geht. 

  • Nehmen wir an, Ihr Unternehmen kalkuliert mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von 75 €/h. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Arbeitszeit von 7,5 h/Tag resultiert hieraus eine rechnerische Personalleistung, d. h. ein reiner Dienstleistungsumsatz von 562,50 € pro Mitarbeitenden und Jahr. 
  • Unterstellen wir des Weiteren, dass ein mittelständisches Unternehmen 10 Produktivkräfte beschäftigt hat, so erhöht sich der rechnerische Umsatzausfall bereits auf 10 x 562,50 €, d. h. 5.625 € für die gesamte Belegschaft. Wie gesagt: Der Wert zeigt lediglich den entgangenen rechnerischen Dienstleistungsumsatz bei 10 Mitarbeitenden, wenn sich der Krankheitsstand um einen Tag verändert. 
  • Laut IKK-Studie sind innerhalb von nur 5 Jahren rd. 6 Ausfalltage pro Mitarbeitenden und Jahr mehr zu beklagen. Für unser angenommenes Beispiel von 10 Mitarbeitenden bedeutet dies 5.625 €/Jahr x 6 zusätzliche Ausfalltage = 33.750 €/Jahr.

Da es sich bei dieser einfachen Betrachtung um einen reinen rechnerischen Dienstleistungsumsatz handelt, bleibt der Kostenblock im Unternehmen nahezu unverändert. Die Konsequenz: Dieser entgangene rechnerische Umsatz fehlt nahezu 1:1 im Ergebnis.

Gründe für den Anstieg des Krankenstandes

Natürlich stellt sich die Frage, warum der Krankenstand so gestiegen ist. Wenn Sie sich hierüber tiefer informieren wollen, so empfehlen wir die Studie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ‚Barometer Arbeitswelt 2025 – Arbeitswelt im Wandel‘. Einen entsprechenden Link hierzu haben wir in der Fußnote abgebildet. Zusammenfassend nennt die Studie folgende wesentliche Ergebnisse für einen erhöhten Anstieg an Arbeitsunfällen und damit Krankenständen:

  1. Der Druck innerhalb der Unternehmen (beispielsweise aufgrund fehlender Fachkräfte und höherer Herausforderungen in der Branche) nimmt zu.
  2. Der Stresspegel innerhalb der Belegschaft steigt – Gründe hierfür sind u. a. höherer Zeitdruck, schlechtes Betriebsklima sowie eine sinkende Fehlerkultur.
  3. Lücken im Arbeitsschutz

Die Studie identifiziert vor diesem Hintergrund insbesondere das Thema Zeitdruck sowie Stress als die zentralen Risiko-Indikatoren.

Wir stellen in unserer Beratungstätigkeit in den letzten Jahren vermehrt fest, dass die emotionale Bindung des Mitarbeitenden an den Arbeitgeber (ein Teil des Unternehmens bin ich) sowie an das Team weiter sinkt. 

Lösungsansätze

Die entscheidende Frage ist nun: Was kann ein Unternehmen hiergegen tun? Hierzu 5 ausgewählte Tipps. Welche das sind, dies erfahren Sie in der nächsten Folge.

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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Insgesamt war er über 40 Jahre in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.