In der letzten Folge haben wir ausgeführt, dass sich der Krankheitsstand in mittelständischen Unternehmen in den letzten Jahren deutlich erhöht hat. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der zunehmende Druck in Kombination mit einer mangelnden Loyalität zum Arbeitgeber, den viele Mitarbeitende empfinden.
Können Sie als Arbeitgeber hier etwas unternehmen?
Aber sicher: 5 Tipps, wie Sie die Fehlzeiten Ihrer Belegschaft reduzieren können:
- Aktive Ansprache der Mitarbeitenden bei Fehlzeiten
Einmal mehr gilt die Devise: Reden hilft.
Ein pauschales Erfassen der Fehlzeiten dient am Ende nur der Statistik. Die entscheidende Frage ist vielmehr: Warum meldet sich ein Mitarbeitender krank? Die Gründe reichen von einer ausschweifenden Feier am Vorabend bis hin zu einem schweren Verkehrsunfall.
Eines ist gewiss: Je öfter Sie mit Ihren Mitarbeitenden reden und auch einmal bewusst zwischen den Zeilen hören, umso besser greift die Erkenntnis, was die primären Gründe für den hohen Ausfall sind und natürlich, was Sie konkret in Ihrem Unternehmen ändern können.
- Checken Sie regelmäßig das Betriebsklima
Führen heißt aktiv an und in einem Unternehmen zu arbeiten. Je besser das Betriebsklima in Ihrem Hause ist, je stärker das Wir-Gefühl in Ihrem Team ausgeprägt ist, desto geringer sind die Fehlzeiten. Überlegen Sie, was Sie aktiv unternehmen können, um positive Incentives für ein gutes Betriebsklima zu setzen.
- Wertschätzende Kommunikation
Vorwürfe sind out, wertschätzende Kommunikation ist in. Dies bedeutet nicht einen Vorwurf direkt zu formulieren, warum der Mitarbeitende wieder krank war, sondern zunächst einmal die Frage nach dem Gesundheitszustand zu stellen. Was können wir/ich tun, damit du dich bei uns wohlfühlst (und der Arbeitsausfall sich gedanklich reduziert). Ein Lob und ein Dankeschön helfen oftmals mehr als Prämien.
- Nur als Team sind wir stark
Vermitteln Sie immer wieder, dass nur ein Team auf Dauer erfolgreich sein kann. Verknüpfen Sie dies mit einer positiven Botschaft im Krankheitsfall, dass „dich“ dein Team vermisst. Dies klingt deutlich besser, als die Botschaft, dass die Kolleginnen und Kollegen die fehlende Arbeit mitableisten müssen.
- Definieren Sie Anwesenheitsprämien
Auch Anwesenheitsprämien, die bei einem geringen Krankenstand bezahlt werden, können ein durchaus probates Mittels sein, den Krankenstand zu reduzieren. Ein Für und Wider sollte aber gut abgewogen werden.
Alles in allem gilt: Ein gutes Betriebsklima verbunden mit der Botschaft, wir vermissen dich (im Krankheitsfall), ist unserer Ansicht nach der beste Weg einen Krankheitsstand dauerhaft zu reduzieren. Eine hohe emotionale Bindung eines Mitarbeitenden zu einem Unternehmen führt zudem dazu, dass Abwanderungstendenzen deutlich minimiert werden können.


