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Beitrag 347 – Welchen Mehrwert bietet Leasing für Ihr Unternehmen? – Teil 1

Im heutigen Beitrag möchten wir uns wieder einem klassischen Finanzierungsthema widmen. Oft werden wir gefragt, wo denn die Unterschiede bzw. Vorteile sind, wenn eine Investition über Leasing anstatt über ein klassisches Bankdarlehen finanziert wird.

Wie immer gilt: Eine pauschale Aussage, ob Leasing oder ob eine klassische Bankfinanzierung für ein Unternehmen besser ist, lässt sich nicht treffen. Doch vorweg: 

Was genau ist Leasing?

Leasing ist in vielen Punkten mit einer Art Miete zu vergleichen, wenngleich es Unterschiede gibt. Leasing stellt daher eher eine Gebrauchsüberlassung auf Zeit dar für die ein Entgelt vom Leasingnehmer bezahlt wird. 

Ein Unterschied im Vergleich zur Miete besteht darin, dass der Leasingnehmer in aller Regel das konkrete Wirtschaftsgut bestimmt bzw. aussucht, welches dann vom Leasinggeber finanziert werden soll. Damit geht auch die Initiative vom Leasingnehmer aus. 

Erwähnenswert ist des Weiteren, dass der Leasingnehmer auch dafür Sorge trägt, dass die Funktionsfähigkeit des Leasinggutes während der Leasinglaufzeit aufrechterhalten wird. (Anmerkung: Bei einer reinen Miete wäre hier der Vermieter zuständig.)

Welchen Mehrwert kann Leasing bieten?

Kommen wir nun zu einer wesentlichen Frage: Welchen Mehrwert können Sie ggf. durch Leasing für Ihr Unternehmen im Vergleich zur klassischen Bankfinanzierung erzielen?

  1. Keine Belastung der Eigenkapitalquote

Sofern Sie eine klassische Investition tätigen und diese mit einem Darlehen refinanzieren, ergibt sich eine Verlängerung Ihrer Bilanzsumme – Aktiva sowie Passiva. Hierdurch verändert sich zwar das absolute Eigenkapital in Ihrer Bilanz nicht. 

Die bilanziell so wichtige Eigenkapitalquote (Eigenkapital ÷ Bilanzsumme x 100) sinkt aber aufgrund des Bilanzsummenwachstums dennoch. Die bilanzielle Einschätzung Ihres Unternehmens aus externer Sicht wird dadurch – bezogen auf die Eigenkapitalquote – schlechter.

Im Rahmen eines standardisierten Ratingprozesses würde dies isoliert bedeuten, dass aufgrund der unveränderten Eigenkapitalquote bei einer Investitionstätigkeit die Ratingnote eines Unternehmens nicht verändert würde. Dem ist in aller Regel nicht so. Viele Ratingsysteme binden in ihre Beurteilung nicht nur die Eigenkapitalquote, sondern beispielsweise auch eine Miet-/Leasingquote mit ein. Der Vorteil, den Leasing aufgrund der Bilanzneutralität für die Eigenkapitalquote bietet, wird aber mit dem Nachteil einer erhöhten Miet-/Leasingaufwandsquote erkauft. Aufgrund einer erhöhten Verschuldung (wenn auch über Rating) dürfte sich zwangsläufig auch bei einer Leasingfinanzierung die Rating-Einstufung Ihres Unternehmens verschlechtern.

  1. Erwerbsnebenkosten sind als Aufwand abziehbar

Handels- sowie steuerrechtlich ist es zwingend erforderlich, die mit der Anschaffung verbundenen Nebenkosten mit dem Anschaffungsgut selbst zu aktivieren. Dies bedeutet, dass diese Nebenkosten nicht zum Zeitpunkt des Erwerbs als Aufwand abgesetzt werden können, sondern – wie die Anschaffung des eigentlichen Wirtschaftsgutes selbst – über die gesamte Abschreibungsdauer verteilt werden. 

Leasing bietet hier den Vorteil, dass die Nebenkosten sofort im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe in voller Höhe abgesetzt werden können. Hieraus resultieren Steuervorteile, sofern eine gute Ertragslage vorhanden ist.

  1. Generierung von Einkaufsvorteilen

Manche Leasinggesellschaften werben zudem damit, dass – sofern der Kauf des Leasinggutes über die Leasinggesellschaft direkt erfolgt – diese bessere Einkaufskonditionen realisieren kann. Dieser Einkaufsvorteil wird dann zu einem Großteil an den Leasingnehmer weitergegeben. Ein klassisches Beispiel hierfür sind PKW-Finanzierungen, die über den Leasinggeber getätigt werden. 

Weitere Mehrwerte der Finanzierungsform Leasing erfahren Sie in der nächsten Folge. Zudem zeigen wir auch einige Nachteile dieser Finanzierungsform auf.

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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Insgesamt war er über 40 Jahre in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.