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Beitrag 359 – Damit die Liquidität nicht eng wird – was kann ich tun?

Heute möchte ich einmal über ein sehr positives Beispiel berichten. 

Kurz vor Jahresende erreichte mich über die Homepage eine Kontaktanfrage mit dem Tenor: Was kann ich tun, um mein Working Capital zu verbessern? 

Es war zwar bereits der 30.12., aber: Mein Gefühl aus der Kontaktmail lautete: Ein Unternehmer hat sich bereits im alten Jahr Vorsätze für das neue Jahr gesetzt. Diesem Unternehmer muss geholfen werden!

Noch am gleichen Tag setzte ich mich mit dem Unternehmen in Verbindung und wir führten ein rd. einstündiges Telefonat. In diesem unverbindlichen Erstgespräch gab ich einige Tipps. 

Sie möchte wissen, welche? Gerne hier sind diese?

  1. Setzen Sie alles daran, zeitnah nach Leistungserstellung auch die Rechnung zu stellen.
  2. Vereinbaren Sie kurze Zahlungsziele und überwachen den Geldeingang kontinuierlich. 
  3. Versuchen Sie, säumige Kunden zu erziehen.
  4. Sollte die Bonität, das Zahlungsverhalten Ihres Kunden mit Ihren Vorstellungen nicht übereinstimmen, verabschieden Sie sich perspektivisch von der Kundenbeziehung. 
  5. Diskutieren Sie mit Ihren Lieferanten – auch in finanziell starken Zeiten – über hohe Zahlungsziele, auch wenn Sie diese nicht in Anspruch nehmen wollen bzw. müssen.
  6. Verhandeln Sie mit Ihren Geschäftsbanken stets über eine ausreichend hoch dimensionierte Kontokorrentlinie unabhängig davon, ob Sie diese Linie tatsächlich benötigen. 
  7. Optimieren Sie Ihre Vorratshaltung in der Weise, dass Sie Chancen und Risiken sorgfältig abwägen. 
  8. Trennen Sie sich konsequent von nicht mehr benötigten Vorratschargen, um Ihre Liquiditätslage zu stärken.
  9. Achten Sie darauf, dass Ihre Steuervorauszahlungen stets in etwa der tatsächlichen Steuerbelastung entsprechen. Die Überraschung einer Steuernachzahlung über den Steuerbescheid sollte der Historie angehören. 
  10. Buchen Sie die offenen Posten der Debitoren und Kreditoren mindestens wöchentlich, so dass Sie eine stets aktuelle Übersicht über die zu erwartenden Geldeingänge, aber auch kreditorischen Ausgaben haben. 
  11. Implementieren Sie in Ihrem Unternehmen eine wöchentlich zu aktualisierende Liquiditätsplanung, die Ihnen eine gute Übersicht über die Liquiditätsentwicklung auf Ihrem Kontokorrentkonto für die nächsten 4-8 Wochen liefert.
  12. Überlegen Sie frühzeitig Maßnahmen, wie sich zu erwartende Liquiditätsspitzen optimal decken lassen. Setzen Sie alles daran, dass Sie nicht von einem Liquiditätsengpass überrascht werden.
  13. Implementieren Sie ergänzend zur kurzfristigen Liquiditätsplanung auf Wochenbasis eine aussagekräftige Ertragsplanung mindestens für das laufende sowie für das Folgejahr, damit Sie hieraus eine klare Ertragsperspektive für Ihr Unternehmen ableiten können. Leiten Sie dann aus dieser Ertragsplanung eine dynamische Finanzplanung auf Monatsbasis ab. Auf diese Weise können Sie ablesen, wie sich unter den skizzierten Planungsprämissen die Liquiditätsressourcen Ihres Unternehmens entwickeln werden.
  14. Führen Sie abschließend einen monatlichen Soll/Ist-Vergleich durch, aus dem Sie wertvolle Erkenntnisse für die weitere Zukunft und Entwicklung Ihres Unternehmens schließen können. 
  15. Nutzen Sie ertragsstarke Jahre, um durch eine moderate Ausschüttungs- und Entnahmepolitik Cash-Beträge für Ihr Unternehmen anzusparen.

Ein gutes Cash- bzw. Working Capital-Management ist nichts, was auf einem Schlag einmalig umzusetzen ist. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der eine strategische Aufgabe für jede Unternehmensführung ist. Setzen Sie alles daran, dass Sie auch in ertrags- und liquiditätsstarken Zeiten aussagekräftige Planungstools implementieren, die Ihnen die notwendige Transparenz liefern und Ihnen eine klare Cash-Reichweite für Ihr Unternehmen aufzeigen.

Ach ja: Sie suchen einen Coach für Ihr Unternehmen? Ich kenne einen. Klingeln Sie durch. Die Hotline lautet 02208 92 16 555. Bis zum nächsten Beitrag.

Ihr Peter Schaaf

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Insgesamt war er über 40 Jahre in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.