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Beitrag 360 – Die Überlastungs-Falle: Fünf Mechanismen, die uns strategisch ausbremsen

Lassen Sie mich, meine sehr geehrten Damen und Herren, zunächst einmal die Ausgangslage beschreiben.

Ausgangslage: Sie löschen gleichzeitig mehrere Brände

  • Wir kennen das aus unserem eigenen Alltag und aus zahlreichen Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen in der mittelständischen Geschäftsführung: Der Kalender ist voll, das Postfach quillt über, Entscheidungen müssen im Takt der operativen Anforderungen getroffen werden. Vormittags Lieferengpässe klären, mittags Personalgespräch, nachmittags Kundenverhandlung, abends Freigabe der Quartalszahlen – und dazwischen 30 E-Mails, die „nur zwei Minuten“ brauchen. Am Ende des Tages bleibt das Gefühl: Wir haben viel getan – aber zu wenig bewegt.
  • In dieser Taktung dominieren Dringlichkeiten die Wichtigkeiten. Strategische Fragen – Marktpositionierung, Pricing-Architektur, digitale Prozesse, Nachfolge, Finanzierung, Innovationspfade – stehen zwar auf der Agenda, kommen aber zu spät oder zu selten auf den Tisch. 

Genau hier beginnt die strukturelle Überlastung: Wir steuern das Unternehmen mit hervorragender operativer Disziplin, während der strategische Weitblick unter Zeitdruck leidet. Diese Beobachtung deckt sich mit den Mustern, die wir auch in bank- und ratingnahen Kontexten sehen: Entscheidend ist die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells – sie wird aber oft zu wenig aktiv kommuniziert und intern zu wenig konsequent bearbeitet, wenn der Alltag regiert. 

Die Überlastungs-Falle: Fünf Mechanismen, die uns strategisch ausbremsen

  1. Der ständige Prioritäten-Shift
  • Operative Ereignisse verschieben Prioritäten im Stundentakt. Wir optimieren das Tagesgeschäft, ohne die strategische Landkarte zu aktualisieren. Ergebnis: Entscheidungen werden lokal richtig, aber global suboptimal.
  1. Das Meeting-Hamsterrad
  • Sitzungen dienen oft der Statussicherung statt der Entscheidungsfindung. Ohne klare Agenda, Timeboxing und „Owner je Entscheidung“ entstehen hohe Koordinationskosten, aber wenig Verbindlichkeit.
  1. Delegationslücken
  • Viele Themen landen „zur Sicherheit“ bei uns in der Geschäftsführung. Delegation scheitert nicht am Willen, sondern an unklaren Ergebniserwartungen, fehlenden Messgrößen und an zu wenig befugten Stellvertretungen.
  1. Informationsrauschen
  • E-Mail-Threads, Chat-Pings, Ad-hoc-Anfragen – wir verbringen zu viel Zeit mit Synchronisation, zu wenig mit Konzeption. Ohne „Visuelle Karte bzw. Kompass“ (auch Kanban genannt), klare Eskalationspfade und asynchrone Standards verpufft Fokuszeit.
  1. Das Paradox der Verantwortung
  • Je mehr Verantwortung wir übernehmen, desto stärker zieht uns das Operative hinein. Die Folge: Strategie bleibt Planung auf Papier, statt Umsetzung im Kalender. Auch von außen – etwa von Finanzpartnern – wird mehr Zukunftsorientierung erwartet, als wir im Tagesgeschäft leben. 

Was auf der Strecke bleibt: Die stillen Kosten vernachlässigter Strategie

Die Strategie bleibt auf der Strecke. Diese stillen Kosten sind nicht zu unterschätzen. Welches das sind? Das erfahren Sie im nächsten Beitrag

Seminare

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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Insgesamt war er über 40 Jahre in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.