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Beitrag 366 – Rentabilitätskennziffer ROI – Teil 1

Heute möchten wir uns erneut dem Thema Bilanzkennzahlen widmen. Im Fokus dieses Beitrags steht der sogenannte Return on Investment (ROI). Um eines vorweg klarzustellen: Es geht uns heute um Bilanzkennzahlen und nicht um Investitionsrechnung. Dort wird der ROI gleichsam auch verwendet.

Bei dem ROI handelt es sich um eine Renditekennzahl, die eine Aussage zur Verzinslichkeit des eingesetzten Kapitals geben soll.

Lassen Sie uns kurz wieder einmal in den Jahresabschluss eines Unternehmens schauen. Die Aktivseite stellt bekanntermaßen das Vermögen des Unternehmens dar, die Passivseite die Verbindlichkeiten sowie das Eigenkapital. 

Der ROI geht davon aus, dass sich das investierte Kapital eines Unternehmens aus den Aktiva ablesen lässt. 

Diese setzt sich aus dem langfristigen Kapital (Anlagevermögen) sowie dem kurzfristigen Kapital (Umlaufvermögen) zusammen. Sofern ein Unternehmen kein Negativkapital ausweist, so ist das Gesamtkapital pragmatisch mit der Bilanzsumme gleichzusetzen. 

Den Gewinn, den ein Unternehmen in einer Periode erwirtschaftet hat, zeigt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Vereinfacht ist der Gewinn mit dem Jahresüberschuss gleichzusetzen. 

Der in der GuV ausgewiesen Erfolg (Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag) stellt das Ergebnis aber nach Steuern dar. 

Der ROI würde sich wie folgt berechnen.

Ziel vieler Kennzahlen ist es, ein Ergebnis unabhängig von der tatsächlichen Steuerbelastung auszuweisen. Der in der GuV ausgewiesen Erfolg (Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag) stellt das Ergebnis aber nach Steuern dar.

Dieser Logik folgend wird der ROI nicht mit dem Jahresüberschuss nach Steuern, sondern mit dem Jahresüberschuss vor EE-Steuern berechnet. 

Wird der Jahresüberschuss (vor Steuern) in Relation zum Gesamtkapital (d. h. die Bilanzsumme) gesetzt, so ergibt sich die folgende Definition: 

Allgemein gilt: Je höher der ROI eines Unternehmens ist, desto renditeträchtiger ist das Unternehmen.

Einmal mehr gilt, dass auch diese Kennzahl stark durch die Bilanzpolitik beeinflusst werden kann. 

Wenn ein Unternehmen sich beispielsweise entschließt, vermehrt Anlagegüter zu erwerben und klassisch zu finanzieren, dann steigt die Bilanzsumme und damit das Gesamtkapital. Der ROI sinkt entsprechend. 

Unternehmen, die einen Großteil ihrer Investitionen leasen, kommen daher selbst bei einem (im Vergleich Zinsaufwand zzgl. der Abschreibung bei einer Finanzierung) höheren Aufwand für die Leasingraten – bzgl. des ROIs „besser weg“. 

Der amerikanische Konzern DuPont hat Anfang der 20er Jahre eine Kennzahlenpyramide entwickelt. Der ROI wird dabei in zwei Komponenten unterteilt. 

Auf diese Kennzahlen möchten wir im Folgenden kurz eingehen. 

Die Umsatzrentabilität ist eine beliebte GuV-Kennzahl. 

Sie sagt aus, wie viel Prozent der Umsatzerlöse als Gewinn erzielt werden. Sofern die EE-Steuern mit berücksichtigt werden, so ergibt sich die Umsatzrentabilität wie folgt:

Auch hier gilt, je höher der prozentuale Wert ist, desto stärker ist die Ertragskraft eines Unternehmens. Wie bei vielen Unternehmen sind auch hier deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen festzustellen. 

Sollen die verbuchten EE-Steuern eliminiert (also eine Betrachtung vor EE-Steuern angestrebt) werden, so ergibt sich – analog zum ROI – folgende modifizierte Betrachtung: 

Die auf diese Weise ermittelte Kennzahl zeigt die Rentabilität eines Unternehmens unabhängig von der tatsächlichen Steuerbelastung

Zur Messung der Produktivität eines Unternehmens wird gerne der Gesamtkapitalumschlag herangezogen.

Wie dieser sich definiert, dass erfahren Sie in der nächsten Folge.

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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Insgesamt war er über 40 Jahre in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.