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Beitrag 368 – Die „richtige“ Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung – Teil 1

Kennen Sie das, meine sehr geehrten Damen und Herren: Die Belege werden irgendwie entweder durch KI oder durch einen Buchführenden in ein System eingepflegt und das war es dann auch?

Wie oft erleben wir es, dass die Buchführung nicht annähernd den Qualitätsstandard hat, der aus einer kaufmännischen Perspektive heraus notwendig wäre. Selbst dann, wenn am Jahresende alle notwendigen Abgrenzungs- sowie Korrekturbuchungen vorgenommen werden, mag zwar der Jahresabschluss handels- und steuerrechtlichen Vorschriften genügen. Für eine kaufmännische Steuerung bleiben allerdings viele Wünsche offen. 

Im heutigen Beitrag möchte ich ganz gerne mit Ihnen eine kaufmännisch sinnvolle Gliederung der GuV unter dem Aspekt „fixe und variable Kosten“ thematisieren.

Standardmäßig stellt sich die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar:

Aus dem Kontennachweis zum Jahresabschluss kann dann im Einzelnen abgelesen werden, aus welchen Komponenten sich beispielsweise die Sachaufwendungen zusammensetzen.

Lassen Sie uns diese GuV-Gliederung einmal betriebswirtschaftlich etwas anders beleuchten.

Die Materialaufwendungen, die sich bekannterweise aus dem Materialeinsatz zzgl. der Fremdleistung zusammensetzen, stellen rein variable Kosten dar. Diese Aufwandspositionen fallen nur dann an, wenn das Unternehmen in einer Periode auch eine entsprechende Gesamtleistung erbringt. 

Mit einem Lächeln: Wenn das Unternehmen keine Waren verkauft und damit auch keine Umsatzerlöse ausweisen kann, dann fallen auch keine Materialaufwendungen an. Ist doch was, oder?

Rohertrag und Rohertragsquote

Eine wesentliche betriebswirtschaftliche Steuerungskomponente für ein Unternehmen, aber auch für eine Jahresabschlussanalyse ist der sogenannte Rohertrag bzw. die Rohertragsquote. Der Rohertrag ist die Differenz zwischen Gesamtleistung und Materialaufwand. Die Rohertragsquote drückt lediglich das Verhältnis zwischen Rohertrag zur Gesamtleistung aus. 

Grundsätzlich gilt: Je höher die Rohertragsquote ist, desto besser stellt sich die Marge eines Unternehmens dar.

Fixe und variable Aufwendungen

Je nach Branche kann es aber sein, dass ein Unternehmen auch im Bereich der Personal- sowie Sachaufwendungen hochgradig variable Komponenten hat. Lassen Sie uns zunächst einmal den Begriff ‚variabel‘ für unseren Kontext definieren. 

Unter variablen Kosten sollen die Aufwendungen verstanden werden, die in einem direkten Zusammenhang mit der Leistung des Unternehmens, d. h. der Wertschöpfung stehen. Steigt die Gesamtleistung, so steigen auch proportional die variablen Aufwendungen und umgekehrt. 

Je nach Unternehmenstyp kann die GuV nun hochgradig variable Komponenten enthalten, die sich tatsächlich proportional zur Gesamtleistung verhalten. 

Im Folgenden ist eine (vereinfachte) GuV eines stahlverarbeitenden Unternehmens abgebildet, die sich auf die Herstellung von kleineren Zubehörkomponenten für die Automobilindustrie, die Pulverbeschichtung von Oberflächen sowie die Herstellung von Stahlkörben für Feuerschalen und Blumenkübeln spezialisiert haben.

Die Durchsicht der GuV mit anschließender Durchsprache mit dem Mandanten zeigte, dass einige Besonderheiten zu berücksichtigen waren. 

Welche das waren, das erfahren Sie in der nächsten Folge.

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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Insgesamt war er über 40 Jahre in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.