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Beitrag 369 – Die „richtige“ Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung – Teil 2

Im letzten Teil berichteten wir von einem stahlverarbeitenden Unternehmen und stellten zudem die betriebswirtschaftliche Bedeutung des Rohertrages sowie der Rohertragsquote dar .

Die Durchsicht der GuV des Unternehmens mit anschließender Durchsprache mit dem Mandanten zeigte, dass einige Besonderheiten zu berücksichtigen waren. Dies waren im Einzelnen die folgenden Positionen:

  • Sämtliche Energiekosten (insbesondere Strom, Wasser sowie Gas) waren in einem Konto innerhalb der Raumkosten verbucht. Festzustellen war des Weiteren, dass der größte Teil der dort verbuchten Energiekosten aus dem direkten Einsatz der Maschinen resultierte. Die reinen Energiekosten des Gebäudes nahmen nur einen vergleichsweise moderaten Anteil ein.
  • Nennenswerte Teile der in den Kfz-Aufwendungen verbuchten Kraftstoff- sowie Mautkosten resultierten aus dem eigenen Fuhrpark und fielen primär nur dann an, wenn die Waren direkt unternehmensseitig an die Kunden ausgeliefert wurden. 
  • Des Weiteren waren hohe Kosten der Warenabgabe zu verkraften. Die Durchsicht der GuV-Positionen zeigte auch hier, dass diese weitestgehend aus Verpackungs- sowie Speditionskosten resultierten. Auch diese Aufwendungen fallen nur an, wenn die produzierten Metallprodukte auch an die Kunden ausgeliefert werden. 
  • Da die Produkte des Unternehmens primär über Handelsvertreter verkauft werden, sind auch nennenswerte Provisionen jährlich zu begleichen. Diese wurden unter den Vertriebskosten in der GuV verbucht.

Um die GuV bzw. die unterjährige BWA besser zur Steuerung des Unternehmens nutzen zu können, haben wir empfohlen, diese Positionen differenzierter zu verbuchen (so wurden beispielsweise für die wesentlichen Handelsvertreter jeweils eigene Konten angelegt). 

Sämtliche der o.a. variablen Positionen wurden auf unser Anraten hin in eigenen Kontonummernkreisen innerhalb der Materialaufwendungen bzw. Fremdleistungen umgebucht. Damit wurde zwar die HGB-Gliederung der GuV etwas „verbogen“. Die betriebswirtschaftliche Aussagekraft stieg aber merklich. Nach Umgliederung dieser Positionen stellte sich die „neue“ GuV wie folgt dar:

Sicherlich veränderte sich das Unternehmensergebnis in Summe nicht. 

Ableitung einer modifizierten Rohertragsquote

Betriebswirtschaftlich zeigte der Rohertrag bzw. vor allem aber die Rohertragsquote im Vergleich zur ursprünglichen Version eine geringere Marge. 

Dieses ist auch nachvollziehbar, denn: Wurden in der ursprünglichen Version lediglich die Materialaufwendungen und Fremdleistungen als variabel angesehen, so hat sich nun nach Umgliederung der variable Kostenblock durch die variablen Kfz-Kosten, Energiekosten der Maschinen, Ausgangsfrachten sowie Vertriebspositionen deutlich erhöht. 

Die nach Umgliederung ausgewiesene Marge zeigte also betriebswirtschaftlich in einem erheblich besseren Maße die „echte“ betriebswirtschaftliche Rentabilität des Unternehmens vor Abdeckung der fixen Kosten an. 

Dabei wird Folgendes unterstellt:

Natürlich verbleiben auch in den übrigen Aufwendungen noch variable Kostenpositionen. Die größten Blöcke dürften aber bei diesem Unternehmen nun in der Position Materialaufwand enthalten sein. 

Relevant wird diese Umgliederung insbesondere dann, wenn es um die Bewertung der Resilienz Ihres Unternehmens geht. Näheres hierzu erfahren Sie im nächsten Beitrag.

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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Insgesamt war er über 40 Jahre in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.