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Beitrag 636 – Warum langfristige Qualifizierung bei Banken und Sparkassen entscheidend bleibt – Teil 1

Mit dem heutigen Beitrag möchten wir uns wieder einmal speziell an die Mitarbeitenden und Führungskräfte von Banken und Sparkassen wenden. Lassen Sie mich mit folgender These starten: Modernes Bank-Controlling: Effizienzgewinn oder Verlust des „Gefühls“ für wirtschaftliche Zusammenhänge?

Wir arbeiten heute schneller denn je – aber verstehen wir auch besser?

In den vergangenen Jahren haben wir in Banken und Sparkassen eine enorme Professionalisierung erlebt. Moderne Controlling‑ und Ratingverfahren, automatisierte Datenaufbereitungen, standardisierte Workflows und Tools, die früher ganze Arbeitstage beanspruchten, sind heute in Sekunden verfügbar.

Diese Entwicklung ist zweifellos ein Erfolg. Die Prozesse sind schlanker geworden, Entscheidungen fundierter, interne Abläufe effizienter. Viele der Mitarbeitenden profitieren von klaren Strukturen und einer technikgestützten Arbeitserleichterung.

Und doch stellen wir uns zunehmend eine entscheidende Frage:

Führt mehr Effizienz automatisch zu mehr Qualität – oder verlieren wir schleichend das „Gefühl“ für wirtschaftliche Zusammenhänge?

Die Antwort ist komplex. Denn die Digitalisierung bringt einerseits enorme Vorteile, andererseits aber auch Risiken, die insbesondere in der Kundenbetreuung und Bonitätsanalyse spürbar sind. 

Genau hier möchten wir ansetzen.

Die Vorteile moderner ControllingInstrumente – ein unbestreitbarer Fortschritt

Moderne Controlling‑Tools und Ratingmodule sind heute fester Bestandteil in Banken und Sparkassen. Sie sorgen dafür, dass wir wirtschaftliche Daten schneller auswerten, Risiken klarer erkennbar machen, Entscheidungen nachvollziehbarer treffen, Vorgaben aus MaRisk, Basel III und interne Prüfungsanforderungen effizient erfüllen.

Der Nutzen für Mitarbeitende und Institute ist groß:

Die Systeme schaffen Struktur, bieten Vergleichbarkeit und geben Sicherheit. Sie erleichtern gerade weniger erfahrenen Mitarbeitenden den Einstieg, indem sie Orientierungspunkte liefern und typische Fehlerquellen reduzieren.

Aber: Das eigene „Gefühl“ für Zahlen geht damit verloren.

So wertvoll diese Instrumente sind, sie bergen auch eine Gefahr:

Je stärker wir uns auf Systeme verlassen, desto mehr besteht das Risiko, dass analytische Kompetenz, betriebswirtschaftliches Verständnis und ganz besonders das „Gefühl“ für den Kunden verloren gehen.

Denn jede gute Bonitätsbeurteilung basiert nicht allein auf Zahlen. Sie beruht auf:

  • Verstehen des Geschäftsmodells,
  • Einschätzung des Managements,
  • Interpretation von „Zwischentönen“,
  • Plausibilisierung der Zahlen,
  • Blick über den Tellerrand.

Genau dies zeigen zahlreiche Seminare im Programm:

Die in unserem Seminarprogramm aufgeführten Module, insbesondere zur Bilanzanalyse, Kapitaldienstfähigkeit und DATEV‑Interpretation setzen genau hier an. Sie ermöglichen praxisorientierte Transferleistungen.

Allein die Tatsache, dass Themen wie Bilanzpolitik, Fehlstellungen in BWA‑Daten, Verprobungen, unterjährige Zahlenqualität, Erkennen typischer Schwachstellen oder Lesen der „Handschrift“ von Bilanzerstellern so prominent vertreten sind, zeigt, wie wichtig ein tiefes „Bauchgefühl“ bleibt.

Welche Gefahren hieraus für die Beratungsqualität und letztendlich für die Risikopositionen eines Kreditinstitutes hervorgehen und vor allem was hiergegen getan werden kann, das erfahren Sie im nächsten Beitrag. 

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren
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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Insgesamt war er über 40 Jahre in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.