Die Restrukturierung der Steine GmbH – Teil 3: Die ersten Beratungsschritte

Im dritten Teil möchten ich heute davon berichten, wie wir unsere Arbeit mit der Steine GmbH begonnen haben. 

(Erster) Inhalt des Beratungsauftrages

Der Auftrag lautete zunächst nur, den von der Geschäftsführung für die nächste Saisonfinanzierung abgeschätzten Finanzbedarf bezüglich der Höhe zu verifizieren oder gegebenenfalls neu zu quantifizieren. Zudem sollte eine erste Einschätzung zur wirtschaftlichen Situation der Steine GmbH abgegeben werden.

Positiv ist zu erwähnen, dass die von uns gewünschten betriebswirtschaftlichen Unterlagen sehr zügig zur Verfügung gestellt wurden. Dies ist leider nicht immer der Fall. Es zeigt sich einmal mehr, dass auch eine gute steuerliche Begleitung für ein Unternehmen sehr wichtig ist.

Analyse der Unterlagen und Gespräche beim Kunden

Wir analysierten die vorliegenden Unterlagen wie beispielsweise Finanzplanungen, Bilanz, betriebswirtschaftliche Auswertungen usw. und bildeten uns eine Meinung zu der aktuellen Situation des Unternehmens. Zudem schätzten wir auftragsgemäß ab, ob die beantragte Saisonfinanzierung hinsichtlich der Höhe als ausreichend angesehen werden konnte.

Neben der reinen Bürotätigkeit haben wir dafür das Unternehmen zweimal vor Ort für mehrere Stunden aufgesucht und mit der Controllingabteilung, der Geschäftsführung aber auch der steuerlichen Begleitung unsere Erkenntnisse und Fragen gemeinsam diskutiert.

Unsere Ergebnisse 

Im Wesentlichen waren zwei Kernaussagen festzuhalten. 

Der vom Unternehmen aufgestellte Liquiditätsplan für die anstehenden Saisonfinanzierung war alles in allem tragfähig. Der von uns ermittelte Spitzenbedarf deckte sich etwa mit den Kundenunterlagen. Soweit so gut.

Die zweite Aussage war, dass es unserer Ansicht nach nicht allein darum ging, diesen Saisonfinanzierungsbedarf zu decken. 

Die wirtschaftlichen Verhältnisse waren unserer Ansicht nach seit Jahren suboptimal. Maßnahmen zur Restrukturierung des Unternehmens, vor allem aber zur Verbesserung der Ertragskraft, mussten zwingend eingeleitet werden.

Das Gespräch mit der Hausbank / Einräumung der Saisonfinanzierung

Kurzfristig wurde ein Banktermin vereinbart. In dem Gespräch mit der Hausbank schafften wir es, diese zu überzeugen die anstehende Saisonfinanzierung wie den Vorjahren zu übernehmen. Dies verschaffte dem Unternehmen den notwendigen Finanzspielraum, um die Wintermonate überbrücken zu können.

Einigkeit bestand aber auch daran, dass diese Zeitachse genutzt werden muss, um die Gründe für die suboptimale Ertragslage zu eruieren und ein verbindliches Restrukturierungskonzept zu erstellen.

Sanierungsgutachten in Anlehnung an IDW S6

Die Bank genehmigte die Saisonfinanzierung nur mit der Auflage, dass ein Sanierungsgutachten in Anlehnung an IDW S6 von uns erstellt werden musste. Auch das war für die Steine GmbH eine harte Nuss, dies es zu knacken galt.

Nach dem Bankgespräch diskutierten die Geschäftsführung und ich noch lange. Positiv war eines festzustellen: So langsam kam die Erkenntnis durch, dass es nicht allein um die Frage der Kreditierung für die nächste Saison ging.

Die Geschäftsführung wollte gemeinsam mit mir/uns endgültig Klarheit darüber haben, warum sich die Ertragslage aus unserer Sicht so suboptimal entwickelt hatte in den letzten Jahren. Mit diesen Erkenntnissen war unser gemeinsames Ziel, entsprechende Restrukturierungsmaßnahmen zu erarbeiten und später umzusetzen.

Unser Mandat wurde entsprechend erweitert.

Jetzt liefen die Absichten der Hausbank – auch wenn durch die umfangreichen Formvorschriften des IDW S 6 einiges an Formalien zu beachten war – mit den Eigeninteressen des Unternehmens weitestgehend eine Richtung.

Jetzt lag noch ein großer Berg an Arbeit vor uns, den es zu erklimmen galt.

Sie möchten wissen, welche nächsten Schritte wir unternommen haben?

Dann lesen Sie doch unseren nächsten Blog.

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

 

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

 

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf aktiv in seiner Einheit unter anderem als stellvertretender Einheitsführung, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … tätig.

 

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

 

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor