Kapitalflussrechnung – Teil 1: Die Grundlagen

Die Welt der Betriebswirtschaftslehre bietet eine Fülle von Themen, die es näher zu beleuchten oder zu diskutieren gilt.

Auch in dieser Folge möchten wir gerne einen weiteren Baustein des Jahresabschlusses thematisieren: die Kapitalflussrechnung.

Diesem, aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive sehr informativem Medium wird nach unserer Erfahrung zu wenig Bedeutung beigemessen.

Was sagt die Kapitalflussrechnung eigentlich aus?

Ziel der Kapitalflussrechnung ist es, eine Aussage zur Liquiditätsentwicklung in der letzten Periode zu geben.

Positionen, die zu einem Liquiditätszufluss geführt haben, werden in der Kapitalflussrechnung mit einem positiven Vorzeichen ausgewiesen.

Positionen, die die Liquidität des Unternehmens belastet haben, entsprechend mit einem negativen Vorzeichen.

 

Da die Gewinn- und Verlustrechnung lediglich die Ertragslage des Unternehmens, aber nicht die Liquiditätslage widerspiegelt, ist die Kapitalflussrechnung die nahezu ideale Ergänzung. Dort kann beispielsweise abgelesen werden, ob und in welcher Höhe der operative Cashflow tatsächlich als Cashflow aus der Geschäftstätigkeit auch liquiditätswirksam zugeflossen ist.

Wie funktioniert die Kapitalflussrechnung?

Die Grundidee ist denkbar einfach: Die Kapitalflussrechnung weist jeweils die Veränderungen einer Bilanzposition vom Periodenanfang zum Periodenende aus. Dies ist auch der Grund dafür, warum die Kapitalflussrechnung oftmals auch als Bewegungsbilanz bezeichnet wird.

  • Für die Aktivseite gilt:
  • Sollte der Saldo am Ende der Periode höher sein, als der Saldo zu Beginn der Periode und sich folglich eine positive Differenz ergeben, stellt diese Erhöhung der Aktivseite eine Mittelverwendung
  • Der Betrag wird folglich in der Kapitalflussrechnung mit einem negativen Vorzeichen
  • Dies ist auch leicht nachzuvollziehen: Der Anstieg des Anlagevermögens kann in aller Regel nur durch Investitionen erfolgen. Dass dies eine Kapitalbindung darstellt, dürfte unstrittig sein.
  • Für die Passivseite gilt:
  • Sollte der Saldo einer Passivposition am Ende der Periode über dem Wert zu Beginn der Periode liegen, so stellt dies einen Mittelzufluss
  • Der Differenzbetrag wird folglich in der Kapitalflussrechnung mit einem positiven Vorzeichen ausgewiesen.
  • Auch dies ist für die meisten Passivpositionen gut nachvollziehbar: Sollte Ihr Unternehmen ein neues Darlehen von der Hausbank erhalten, so erhöhen sich die Verbindlichkeiten. Die neuen Darlehensmittel sind zwangsläufig eine Finanzierungsquelle in der letzten Periode gewesen.
  • Natürlich: „Leider“ möchte die Bank die Darlehensmittel in den nächsten Jahren auch zurückbezahlt bekommen. Die Tilgungsleistungen führen zwangsläufig in den Folgejahren zu einem Abbau der Bankverschuldung. Diese Reduktion, d. h. die Differenz zwischen Schlussbilanz- und Eröffnungsbilanzwert, wird folglich in der Kapitalflussrechnung mit einem negativen Vorzeichen

Betriebswirtschaftlich spannend wird es hingegen erst dann, wenn die Kapitalflussrechnung im Kontext mit der Ertragslage des Unternehmens gesehen wird. Dies werden wir in einem der nächsten Blogs thematisieren.

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

 

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

 

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf aktiv in seiner Einheit unter anderem als stellvertretender Einheitsführung, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … tätig.

 

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

 

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor