Kapitalflussrechnung – Teil 2: Erste Schritte zur Interpretation

Bereits in einem der vorangegangenen Blogs haben wir über die „Technik“ der Kapitalflussrechnung berichtet. Mit diesem Beitrag wollen wir ersten Schritte zur Interpretation der Kapitalflussrechnung erläutern.

Betriebswirtschaftlich spannend wird es hingegen erst dann, wenn die Kapitalflussrechnung im Kontext mit der Ertragslage des Unternehmens gesehen wird.

Insbesondere für die Banken- und Sparkassenwelt ist der Cashflow und – daraus abgeleitet-  die Kapitaldienstfähigkeit eines Unternehmens ein wichtiger Bestandteil.

  • In einer ganz einfachen Form ist der Cashflow als Ergebnis plus Abschreibung definiert.

Der Cashflow soll eine „theoretische“ Aussage darüber geben, welche Mittel in der letzten Periode dem Unternehmen zugeflossen sind.

Aus diesen „theoretischen“ Zuflüssen können dann Abflüsse, wie Entnahmen, aber auch Tilgungsleistungen beglichen werden.

Haben Sie etwas gemerkt? – Genau. Der Cashflow leider nur ein theoretischer Liquiditätszufluss, denn die Ertragslage des Unternehmens ist ein reiner Indikator für die Rentabilität. Dies sagt oftmals nichts über die tatsächlichen Zahlungszu- und -abflüsse aus.

Sie werden misstrauisch? – Nun: Hier kommt der „Beweis“.

  • Die in der GuV ausgewiesenen Umsatzerlöse stellen die fakturierten Ausgangs­rechnungen dar. Eine Rechnung zu stellen und zu buchen, sagt aber noch lange nichts darüber aus, wann die Rechnung auch bezahlt wird. Genau in diesem Punkt ist das eigentliche Problem versteckt.
  • Sollte Ihr Unternehmen entweder keine Zahlungsziele gewähren (und sich alle Kunden daran halten) oder aber ausschließlich Bargeschäft betreiben, so besteht die skizzierte Problematik nicht.
  • Gänzlich anders sieht es aber aus, wenn Rechnungen fakturiert werden, die erst nach Ablauf der Zahlungsziele beglichen werden.
  • Dies bedeutet: Wenn Sie heute beispielsweise als Händler Waren zu lukrativen Preisen veräußern, werden Sie unmittelbar bei Rechnungsstellung und -buchung Ihre Erträge realisieren.
  • Die Gewinne Ihres Unternehmens steigen, der Cashflow zwangsläufig auch.
  • In der Bilanz ist aber auch erkennbar, dass Ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch angestiegen sind, zumindest so lange, bis Ihre Kunden bezahlen.
  • Der erzielte Ertrag wird folglich erst zeitversetzt als Liquidität zufließen, wenn der Geldeingang zu verzeichnen ist. Genau diesen Zeitverzug greift der normale, operative Cashflow nicht

Die Kapitalflussrechnung zeigt zwar dann einen positiven operativen Cashflow, weist aber auch einen Liquiditätsabfluss aus, der aus dem Anstieg der Debitoren resultiert.

Der Leser der Kapitalflussrechnung kann folglich klar erkennen, dass der Cashflow nicht zugeflossen ist und sich folglich ggf. ein Liquiditätsbedarf ergibt, der aus anderen Quellen zu decken ist bzw. war.

Wir halten fest:

Die Kapitalflussrechnung ist ein betriebswirtschaftlich sinnvolles Medium, um die Liquiditätsentwicklung eines Unternehmens in der letzten Periode einschätzen zu können.

 

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

 

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

 

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf aktiv in seiner Einheit unter anderem als stellvertretender Einheitsführung, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … tätig.

 

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

 

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor