Kennen Sie „Zombie-Unternehmen“? – Teil 2

Im letzten Blog haben wir bereits über das Phänomen von „Zombie-Unternehmen“ berichtet.

Es handelt sich hierbei um Unternehmen, die sich durch ein unprofitables Geschäftsmodell auszeichnen und nur dadurch überleben können, dass sie mit frischem Kapital alte Löcher stopfen und so altes Fremdkapital „optisch“ zurückführen. Es entsteht ein Schneeballsystem, was über Jahre funktionieren kann.

Aber: Irgendwann kommt die Lawine ins Rollen.

In diesem Blog geht die spannende Story weiter. Diesmal stehen die volkswirtschaftliche sowie die betriebswirtschaftliche Dimension von Zombie-Unternehmen im Zentrum unserer Ausführungen.

Die volkswirtschaftliche Dimension

Auch wenn ich/wir sicherlich keine volkswirtschaftlichen Beratungsansätze verfolgen, geschweige denn uns als Ökonomen profilieren wollen, dürfte eins allgemein nachvollziehbar sein:

Durch Zombie-Unternehmen entsteht eine Fehlallokation von Ressourcen. Der große Ökonom Schumpeter spricht davon, dass durch diese Zombies keine „schöpferische Zerstörung“ in einer Volkswirtschaft erfolgen kann. Diese würde sonst nach seiner Meinung zu einer natürlichen Marktauslese führen. Die Folge: Die Ressourcen werden dorthin „gelenkt“, wo diese den größten volkswirtschaftlichen Nutzen stiften.

Dieser positive Effekt unterbleibt, wenn Zombie-Unternehmen am Markt sind bzw. bleiben. Die volkswirtschaftlichen Ressourcen werden dann in Unternehmen geleitet, die letztendlich unproduktiv sind.

Die gleichen Ressourcen könnten aber – ohne Zombie-Unternehmen -, bei der richtigen Lenkung, einen erheblich höheren Output bewirken.

Erschreckend fanden wir die Tatsache, dass viele Quellen von einem deutlichen Anstieg der Zombies bei den Börsenunternehmen in den letzten 30 Jahren ausgehen. Die „Zombie-Blase“ wächst damit.

Die betriebswirtschaftliche Dimension

Durch die Corona-Pandemie hat der Gesetzgeber die Insolvenzantragspflicht für Kapitalgesellschaften bis zum 30.09.2020 ausgesetzt. Zudem besteht eine Verlängerungsoption bis zum 31.03.2021, die nach herrschender Meinung, vermutlich auch genutzt wird.

Demnach brauchen Kapitalgesellschaften innerhalb des genannten Zeitraums trotz Eintritt der Insolvenzantragsgründe keine Insolvenz anzumelden, sofern die eingetretenen Insolvenzgründe ausschließlich auf den Folgen der Corona-Pandemie beruhen.

Interessant erschienen uns u. a., die Ausführungen von dem bekannten Insolvenz­rechtler Dr. Volker Römermann, der u. a. im Interview sagte:

„Aber ob ein Betrieb überleben kann, entscheidet sich nicht nur in den ersten Wochen – wichtiger ist die Langzeitperspektive.“

(Quelle: Dr. Volker Römermann, „Wir züchten Zombie-Unternehmen…“, in HAZ vom 05.02.2020)

Diesen Ausführungen können wir uns nur anschließen.

Wie war das noch gleich: Strategische Krise, Ertragskrise und zuletzt Liquiditätskrise.

Insolvenz wird in aller Regel aufgrund der Zahlungsunfähigkeit angemeldet.

Aber: Woraus resultiert diese denn?

Ursächlich ist oftmals ein nicht mehr zukunftsfähiges Geschäftsmodell in Kombination mit einer falschen oder nicht vorhandenen Unternehmensstrategie. Diese alte „Binsenweisheit der Betriebswirtschaftslehre“ hat Dr. Römermann unter dem Begriff „Langzeitperspektive“ subsummiert.

Was bedeutet das nun im Konkreten?

Ganz einfach: Wenn das Unternehmen erst wach wird, wenn die Liquidität knapp ist, ist es in aller Regel (zu) spät. Vorbeugender Brandschutz ist die Devise und nicht das Löschen eines Vollbrandes.

Unser Tipp:     Schalten Sie frühzeitig externe Spezialisten ein, damit Ihr Unternehmen nicht zu einem Zombie mutiert. Sie sind unsicher, ob erste Zombie-Anzeichen in Ihrem Unternehmen „anklopfen“? Fragen Sie uns einfach: Sie erhalten dann eine ehrliche Antwort.

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

 

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

 

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf aktiv in seiner Einheit unter anderem als stellvertretender Einheitsführung, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … tätig.

 

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

 

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor