Kurzfristige Liquiditätsplanung

Kurzfristige Liquiditätsplanung – So geht es!

Kennen Sie das vielleicht? Nur der Unternehmerbauch sagt Ihnen, wie sich die Liquidität in den nächsten Wochen entwickelt. Nichts gegen Ihren Bauch, aber wäre eine vernünftige Liquiditätsplanung auf Basis von Kalenderwochen nicht besser? So geht es:

Schritt 1 der Liquiditätsplanung: Kennzeichnen Sie Ihre Debitoren

Nehmen Sie sich einmal etwas Zeit, und gehen Sie Ihre Debitorenliste durch.

· Welche Forderungen sind strittig oder uneinbringlich?
· Welche Kunden bezahlen innerhalb des Skontierung Zeitraumes?
· Welche Kunden bezahlen in aller Regel innerhalb der Zahlungsziele? Und:
· Welche Kunden bezahlen grundsätzlich nicht innerhalb des Zahlungszieles, sondern mit einer Verspätung von x Tagen?

Wenn Sie den überwiegenden Teil der Antworten auf die oben angeführten Fragen bereits in den Stammdaten Ihrer Kunden hinterlegen, können Sie später mit Selektionskriterien direkt darauf zurückgreifen und diese in Ihrer kurzfristigen Finanzplanung berücksichtigen.

Schritt 2 der Liquiditätsplanung: „Durchforsten“ Sie Ihre offenen Lieferantenverbindlichkeiten

In Analogie zu den Debitoren sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

· Welche Lieferanten wollen Sie stets innerhalb des Skontierung Zeitraumes bezahlen,
· welche innerhalb der Zahlungsfrist und
· mit welchen Lieferanten wurden über die gesetzten Zahlungsziele hinaus (informelle) Vereinbarungen getroffen?

Schritt 3 der Liquiditätsplanung: Welche Ausgaben stehen sonst noch in der nächsten Zeit an?

Schätzen Sie für die nächsten 4-8 Wochen jeweils pro Woche die voraussichtlichen Ausgaben ab. Hier kommt es nicht auf Scheingenauigkeit an.

Wichtig für die Liquiditätsplanung ist vielmehr, dass die wesentlichen, nicht kreditorischen Ausgaben, wie z.B. Bezahlung der Umsatzsteuer, Lohnzahlungen, Tilgungsleistungen, Entnahmen usw., berücksichtigt werden.

Schritt 4 der Liquiditätsplanung: Und welche weiteren Einnahmen haben Sie noch?

Neben den Einnahmen, die aus den bestehenden Ist-Debitoren resultieren, werden Sie die nächsten 4-6 Wochen vermutlich weitere Einnahmen generieren, z.B. aus Bargeschäften, die Stand heute zwangsläufig noch nicht in der Buchhaltung enthalten sein können.
Schätzen Sie diese Einnahmen pauschal pro Woche für die nächste Planperiode ab, um die Liquidität nicht zu gefährden.

Schritt 5 der Liquiditätsplanung: Und nicht die künftigen kreditorischen Ausgaben vergessen?

Verfahren Sie analog mit den künftigen kreditorischen Ausgaben. Wenn Sie beispielsweise in den nächsten Wochen weiter Materialeinkäufe tätigen, sind diese in dem aktuellen Kreditorenvortrag nicht enthalten. Folglich gilt es, die im angedachten Planungszeitraum anstehenden Materialeinkäufe als künftige Kreditorenabflüsse zusätzlich mit zu berücksichtigen.

Schritt 6 der Liquiditätsplanung: Ableitung der kurzfristigen Liquiditätsplanung

„Ich habe fast fertig…“. Addieren Sie die aktuellen Salden Ihrer KK-Konten zu einem aggregierten Wert.

Es empfiehlt sich, einen geschickten „Stichtag“ zu wählen, an dem Sie auch taggleich über einen aktuellen Bestand der offenen Debitoren und Kreditoren verfügen. Idealerweise bietet sich hierzu der Saldo an einem Freitagabend an, da in den folgenden beiden Tagen keine Bankbewegungen erfolgen.

Aus den bei den Debitoren hinterlegten Fälligkeiten können Sie zuzüglich der oben angesprochenen Veränderungen mit Hilfe einer speziellen Zahlungsverkehrsoftware oder aber mit Unterstützung von Tabellenkalkulationsprogrammen die aggregierten künftigen Einnahmen pro Kalenderwoche ableiten.

Gleiches gilt für die voraussichtlichen kreditorischen Ausgaben in der nächsten Zeit pro Kalenderwoche.

 

Wenn Sie diese beiden Werte nun noch um die in den Schritten 3 bis 4 angesprochenen sonstigen Einnahmen und Ausgaben ergänzen, ergibt sich als Saldo dieser Positionen der rechnerische Stand des Bankkontos am Ende der nächsten Woche.

Schritt 7 der Liquiditätsplanung: Revolvierende Betrachtung

Ziel einer kurzfristigen Finanzplanung kann es nicht sein, einmalig eine Liquiditätsaussage zu erstellen.

Vielmehr sollten die oben angeführten Schritte jeweils am Ende der nächsten Woche erneut umgesetzt werden. Der manuelle Aufwand ist vergleichsweise gering, sofern Sie stets auf einen aktuellen Export der Debitoren und Kreditoren aus Ihrer Buchhaltung zurückgreifen können.

Wenn Sie dann noch die jeweils aktuellen Kontostände am Freitagabend einer jeden Woche erfassen, erhalten Sie einen erneuten Liquiditäts-Forecast für die nächsten 4-8 Wochen.

Schritt 8 der Liquiditätsplanung: Wenn es doch nicht klappt?

Sollte es doch zu komplex werden – der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Kontaktieren Sie uns einfach – wir unterstützen Sie gerne.

Fazit zur kurzfristigen Liquiditätsplanung

Liquidität wird immer dann spannend, wenn man sie nicht hat. Mit unseren Tipps vermeiden Sie Liquiditätsengpässe und sichern sich die Zahlungsfähigkeit Ihres Unternehmens. Sollten Sie weitere Fragen zum Thema Liquidität und Liquiditätsengpässe haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Wir helfen Ihnen weiter.

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

 

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

 

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf aktiv in seiner Einheit unter anderem als stellvertretender Einheitsführung, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … tätig.

 

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

 

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor