Geben Sie unternehmerischen Problemen und Wissenslücken keinen Zunder

Als Hauptbrandmeister bekämpfe ich bei der Feuerwehr bereits seit über 30 Jahren erfolgreich Brände, seit über 20 Jahren auch in Unternehmen in meiner Funktion als Unternehmensberater.

Hierbei haben meine Partner und ich bereits in zahlreichen Unternehmen brennende Probleme gelöst und unseren Kunden nachhaltig unterstützt.

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Ihr Peter Schaaf

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Liquiditätsberechnung Teil 2: Kapitalbindung in den Vorräten

Oft werden wir gefragt, wie überschlägig eine Aussage zum voraussichtlichen Kapitalbedarf in Unternehmen oder aber zu möglichen Kapitalfreisetzungseffekten getroffen werden kann.

  • Die Vorräte stellen bei vielen Unternehmen neben den Debitoren den größten „Liquiditätskiller“ innerhalb des Umlaufvermögens dar.
  • Betriebswirtschaftliche Basis der folgenden Überlegungen ist die Lagerdauer. Diese wichtige Kennzahl sagt aus, wieviel Tage die Vorräte durchschnittlich auf Lager liegen, ehe diese wieder in den Wertschöpfungskreislauf gelangen. Je kürzer die Lagerdauer ist, desto besser stellt sich die Liquiditätslage dar und umgekehrt.
  • Aufbauend auf dieser Lagerdauer kann dann eine rechnerische Kapitalbindung pro Tag ermittelt werden.
    • Mathematisch ist dies der Quotient aus dem Vorrätevolumen / Lagerdauer.
    • Dieser Quotient sagt aus, welche Liquidität durch eine Verkürzung der Lagerdauer um einen Tag in der Zukunft gewonnen werden könnte. Eine Erhöhung der durchschnittlichen Lagerdauer in Zukunft um einen Tag würde hingegen einen zusätzlichen Kapitalbedarf in der genannten Höhe bedeuten.
  • Wenn dieser Quotient ermittelt wurde, kann sehr einfach überschlägig abgeleitet werden, was durch eine Verkürzung oder Verlängerung der Lagerdauer um X Tage an mehr- oder weniger Liquidität gewonnen werdem oder verloren gehen könnte.
  • Fassen wir diese Vorgehensweise einmal in wenigen Schritten zusammen:
  1. Ermitteln Sie zunächst die Lagerdauer (Vorräte / Materialaufwand * 360).
  2. Leiten Sie dann die Kapitalbindung pro Tag ab.
  3. Schätzen Sie beispielsweise im Vergleich zu den Branchenlaufzeiten ab, um wieviel Tage die Laufzeit verkürzt werden könnte.
  4. Ermitteln Sie anschließend aus dem Produkt von möglicher Laufzeitverkürzung * Kapitalbindung pro Tag den rechnerisch generierbaren Kapitalbedarf.

Dies soll an folgendem Beispiel verdeutlicht werden. Gehen Sie einmal von Vorräten von 900 T€ und einem Materialaufwand von 6.100 T€ aus. Es ergeben sich die folgenden Berechnungen

  1. Lagerdauer = 900 T€ / 6100 T€ * 360 = 53 Tage
  2. Kapitalbindung / Tag = 900 T€ / 53 Tage = 17 T€/Tag
  3. Ziellaufzeit: 30 Tage (Annahme) => 50 Tage – 30 Tage = 20 Tage angestrebte kürzere Laufzeit
  4. Möglicher Kapitalfreisetzungseffekt = 20 Tage * 17 T€ / Tag = 340 T€

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