Risikoabsicherung von Unternehmen – Teil 1

Heute möchte ich mich bei Ihnen wieder einmal aus der Perspektive des Feuerwehrmannes melden.

Heißausbildung bei der Feuerwehr

Kennen Sie den Begriff der Heißausbildung? Nein? Also: hierbei handelt es sich um ein Training, bei dem Feuerwehrleute unter Anleitung von professionellen Ausbildern in Übungsgebäude geschickt werden, in welchen echte Brandszenarien aufgebaut werden. Hierzu ist es erforderlich, dass die Feuerwehrleute nicht nur topfit sind. Sie müssen auch die entsprechenden Ausbildungen absolviert haben, bevor sie in solche durchaus gefährliche Übungsszenarien geschickt werden. Die Anforderungen sind entsprechend hoch. Dies gilt beispielsweise auch für umfangreiche Schutzkleidung, die inklusiv der Atemschutzgeräte getragen werden muss. Ziel der Ausbildung ist es, die Auswirkungen eines Feuers direkt zu spüren sowie die richtige Brandbekämpfung einzuleiten.

Ganz offen: Es ist schon etwas völlig anderes, ob man nur von Brandbekämpfung redet bzw. diese ohne Feuer trainiert, oder aber echten Flammen, echte Hitze mit schlechten Sichtverhältnissen gegenübersteht. Die Belastungen einer solchen maximal 30-minütigen Trainingseinheit sind sehr hoch. So verliert der Körper in dieser kurzen Sequenz gut anderthalb Liter Flüssigkeit.

Eine solche Ausbildung hilft im starken Maße, sich von einem vermeintlichen Sicherheitsdenken zu verabschieden.

Was kann mir schon passieren? Ich bin doch durch die persönliche Schutzausrüstung gut geschützt?

Sicherlich wird alles dafür getan, die Unfallgefahr der eigenen Kräfte zu reduzieren, aber folgende Punkte sollten zum Nachdenken anregen:

  • Wussten Sie, dass die menschliche Haut bereits bei 45° starke Verbrennungen davonträgt?
  • Wussten Sie, dass bei einem Wohnungsbrand bereits Temperaturen von über 800° entstehen können?
  • Wussten Sie, dass bei diesen hohen Temperaturen die Schutzausrüstung maximal 10 Sekunden den Einsatzkräften Schutz bietet und das mit schweren Verbrennungen?
  • Wussten Sie, dass durch die extreme Hitze in Kombination mit den schlechten Sichtverhältnissen der Luftverbrauch sehr stark ansteigen kann, sodass die mitgeführten Luftvorräte in deutlich weniger als 30 Minuten bereits verbraucht sind?
  • Wussten Sie, dass durch den Löschangriff entstehende Wasserdampf die Wirkung der Schutzkleidung deutlich nachlässt?

Ich könnte diese Liste noch endlos aufzählen.

Heißausbildung und Betriebswirtschaft – der Erkenntnisgewinn

Was hat dies mit Betriebswirtschaft zu tun? Nun: die Sache ist eigentlich recht einfach:

Wie oft glauben wir im Wirtschaftsleben, dass wir gegen alle Eventualitäten gut geschützt sind? Aber ist das wirklich so?

Beispiele zur „Gewissenerforschung“ für Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Tipps zur aktiven „Gefahrenabwehr“ und Risikoprävention erfahren Sie in unserem nächsten Beitrag.

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

 

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

 

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf aktiv in seiner Einheit unter anderem als stellvertretender Einheitsführung, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … tätig.

 

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

 

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor