Zahlungsunfähigkeit Teil 4 – Entwicklung der Deckungslücke in den nächsten Wochen

Im letzten Blog haben wir bereits über die Ableitung und Beurteilung der Stichtagsliquidität gesprochen. Es wurde festgehalten, dass bei einer negativen Stichtagsliquidität eine Liquiditätsplanung für die nächsten Wochen erforderlich ist.

Im Fokus des BGH steht zunächst einmal die Liquiditätsentwicklung der nächsten drei Wochen.

Hierzu sind in einer Liquiditätsplanung auf Basis der in den nächsten Wochen zu warten Einnahmen und der in den nächsten Wochen zu erwartenden Ausgaben aufzustellen.

Dies bedeutet zwangsläufig auch, dass Planannahmen getroffen werden müssen. Entscheidend ist insbesondere die Liquiditätsüber- oder Unterdeckung am Ende des Drei-Wochen-Zeitraums. Sollte sich eine Überdeckung ergeben, so ist das Zahlungsunfähigkeitsproblem zunächst einmal gebannt.

Ergibt sich aber eine Unterdeckung am Ende des Drei-Wochen-Zeitraums, so ist diese nach der BGH-Rechtsprechung prozentual ins Verhältnis der dann fälligen Verbindlichkeiten zu setzen.

Ist diese Unterdeckung <10 %, so ist nach der BGH Rechtsprechung regelmäßig davon auszugehen, dass es sich lediglich um eine Zahlungsstockung handelt und die Zahlungsunfähigkeit damit zunächst negiert werden kann.

Sollte die Deckungslücke aber über 10 % liegen, ist regelmäßig von Zahlungsunfähigkeit auszugehen, sofern nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Deckungslücke geschlossen werden kann.

Hinweisen möchten wir darauf, dass der BGH immer nur von „regelmäßig davon auszugehen“, und nicht „es ist so“ spricht.

So kann es durchaus sein, dass zwar die Deckungslücke spürbar unter den 10 % der fälligen Verbindlichkeiten liegt, die Zahlungsunfähigkeit aber dennoch zu bejahen ist.

Dies wäre beispielsweise dann der Fall, wenn am Ende der Drei-Wochen-Zeitraums trotz einer nur geringen Liquiditätsunterdeckung keine weiteren Zahlungen mehr zu erwarten sind.

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

 

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

 

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf aktiv in seiner Einheit unter anderem als stellvertretender Einheitsführung, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … tätig.

 

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

 

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor