Plan-Bilanz Teil 2

Schritte zur Ableitung einer Plan-Bilanz

Schritt 1: Aktueller (Zwischen-)Abschluss oder Jahresabschluss

Zunächst benötigen Sie einen aktuellen Zwischenabschluss (Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz) Ihres Unternehmens oder aber den letzten Jahresabschluss. Dieser reicht aber nur dann aus, wenn zwischen Jahresabschluss und Zeitpunkt der Plan-Erstellung ein Zeitraum von max. 2 Monaten nicht überschritten wird. 

Schritt 2: Ableitung einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung für das laufende Wirtschaftsjahr

Planen Sie nun für das laufende Wirtschaftsjahr die Ertragslage Ihres Unternehmens in der klassischen GuV-Struktur, d. h. von den Umsatzerlösen über die Kosten bis hin zum Ergebnis. Sofern bereits erste Ist-Daten für das angefangene Wirtschaftsjahr vorliegen (betriebswirtschaftliche Auswertung) sind diese selbstverständlich in die Ertragsplanung zu übernehmen.

Schritt 3: Ableitung einer Monats-Ertragsplanung

Die im voran genannten Schritt erläuterten Plan-Zahlen sind dann auf Monatsbasis zu planen. Dieser Schritt ist deshalb notwendig, weil sonst eine betriebswirtschaftliche Liquiditätsplanung betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll erstellt werden kann.

Schritt 4: Ableitung einer dynamischen Finanzplanung

Aus der Ertragsplanung kann nun die Finanzplanung erstellt werden. Hierzu ist zunächst zu überlegen, wann aus den Erlösen welche Einnahmen resultieren (Debitorenlaufzeit) bzw. wann aus den geplanten Aufwendungen welche Ausgaben resultieren (Kreditorenlaufzeit).

Des Weiteren sind ergänzende, nicht-ertragswirksame Zu- bzw. Abflüsse einzuplanen, wie beispielsweise Investitionen, Darlehen, Tilgungen usw. Unter Einbindung der liquiditätswirksamen Bilanzvorträge (wie beispielsweise Kreditorenbestand) kann dann in der Finanzplanung der voraussichtliche Kontokorrentverlauf abgelesen werden. 

Schritt 5: Ableitung der Plan-Bilanz

Die Plan-Bilanz ist rechnerisch nichts anderes als der Eröffnungsbilanzsaldo einer Bilanzposition zzgl. der Veränderungen aus der Ertrags- oder Finanzplanung. Die Addition beider Größen gibt folglich den rechnerischen Schlussbilanzsaldo, d. h. den Plan-Bilanzwert.

Dies soll am Beispiel des Anlagevermögens verdeutlicht werden: 

  • Nehmen wir einmal an, dass die letzte Bilanz ein Anlagevermögen von 100 T€ zeigt. Dieser Wert ist folglich auch der Eröffnungsbilanzwert für das Plan-Jahr. 
  • In der Ertragsplanung ist eine Abschreibung von 10 T€ vorgesehen. 
  • Das Unternehmen möchte zudem im laufenden Plan-Jahr 25 T€ investieren. 
  • Der Schlussbilanzsaldo des Anlagevermögens im ersten Plan-Jahr ergibt sich zwangsläufig aus 100 T€ Eröffnungsbilanzwert abzgl. 10 T€ Abschreibung zzgl. 25 T€ Investitionstätigkeit ═ 115 T€. 

Nach der identischen Systematik werden nun auch die anderen Bilanzpositionen hergeleitet. 

Wichtig: Überprüfen Sie die Bilanzsummen in der Plan-Bilanz auf der Aktiv- sowie der Passivseite. Nur wenn beide Bilanzsummen identisch sind, können Sie weitestgehend davon ausgehen, dass sich in den Plan-Daten kein handwerklicher Fehler eingeschlichen hat.

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf unter anderem als stellvertretender Einheitsführer, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … aktiv in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor