Die Investitionen der Bekleidungs-GmbH – Ein Erfahrungsbericht, Teil 3

Wir hatten von einem unserer Mandanten berichtet, der durch moderates Wachstum an seine Kapazitätsgrenze gestoßen war. Die Geschäftsführung überlegte, den bestehenden Maschinenpark sowie die Produktionsgebäude deutlich zu erweitern, um damit weitere Wachstumsmöglichkeiten zu haben. Aufgrund der Höhe des geplanten Investments und der damit verbundenen Unsicherheit bzw. des damit einhergehenden Risikos wurde Peter Schaaf gebeten, die Rentabilität der Investitionen konstruktiv kritisch zu verifizieren.

Zusammenfassung des Zwischenstandes

Lassen Sie mich zunächst einmal den Zwischenstand kurz zusammenfassen.

Es stellte sich heraus, dass aus unserer Sicht heraus die Investitionen kompatibel zu eingeschlagenen Unternehmensstrategie waren und die Sinnhaftigkeit des Vorhabens unter Abwägung der hieraus entstehenden Chancen und Risiken als gegeben angesehen werden konnte.

Der notwendige Anlagekapitalbedarf konnte schnell fixiert werden. Aufwendiger gestaltet sich die Beantwortung folgender Fragestellung:

Wie viel zusätzlicher Kontokorrentbedarf wird benötigt, um die Investitionsphase vor allem aber das geplante weitere Wachstum nach Durchführung der Investitionen auskömmlich zu finanzieren?

Durch entsprechende Simulationsrechnungen kamen wir zum Ergebnis, dass eine überschaubare Aufstockung der bestehenden Kontokorrentlinien ausreichend sein müsste, um den mit dem geplanten Wachstumspfad einhergehenden zusätzlichen Umlaufkapitalbedarf zu decken. Das entsprechende Volumen haben wir quantifiziert.

Wie viel Eigenmittel soll eingesetzt werden?

Die Überlegung des Mandanten war es, ein Großteil der bestehenden hohen liquiden Mittel für das Investment einzusetzen, um damit die Kapitalkosten des Fremdkapitals zu reduzieren. Aufgrund der guten Bonität des Unternehmens überzeugten wir die Geschäftsführung, keine Eigenmittel einzusetzen, sondern diese als Liquiditätsreserve für Unwägbarkeiten, zum Beispiel nicht planbare Verzögerungen des Investments zurückzuhalten.

Natürlich: Die Hürde, ohne Eigenmittel entsprechende Finanzpartner zu finden, stieg dadurch beträchtlich.

Entscheidend: Die Wahl des richtigen Finanzpartners VOR Durchführung der Investition

Eines, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir dieser Stelle besonders herausstellen. Je nach Höhe des Eigenmittelanteils war – so unser Einschätzung – die Suche eines Finanzpartners aufgrund der guten Bonität ein gut realisierbares Unterfangen. Nach Durchführung des Investments wäre ein Wechsel der Hausbank aber nur noch sehr schwer möglich gewesen.

Was wir damit verdeutlichen möchten: die Wahl des richtigen Partners ist nicht nur eine Frage der Kondition. Vielmehr muss die Zusammenarbeit perfekt ineinandergreifen. Setzen Sie einmal auf den falschen Finanzpartner und geraten dann noch in eine kritische Situation, dann wird es sehr schwierig.

Jedes Unternehmen benötigt einen Regenschirm, der dann aufgeht, wenn es regnet. 

Mit anderen Worten: Die Wahl des richtigen Partners ist gerade bei solch hohen Investitionssummen entscheidend für Sie und Ihr Unternehmen.

Ein gutes Netzwerk schadet nie

Einmal mehr zeigte sich die Leistungsfähigkeit unseres Netzwerks. Wir haben im Auftrag unseres Mandanten mit drei uns bekannten Hausbanken konkrete Vorgespräche aufgenommen. 

Das Ergebnis: Alle drei Kreditinstitute waren bereit, das Investment zu schultern. Die Voraussetzungen waren aber gänzlich unterschiedlich. Auch das Engagement, mit dem die jeweiligen Vertreter der Banken sich um diesen Finanzierungsabschnitt bemühten.

Erst jetzt wurde der Bekleidungs-GmbH bewusst, was eine gute Unternehmensberatung d. h. ein enger Sparringspartner so alles bewirken kann.

Wie es weitergegangen ist, erfahren Sie in unserem nächsten Beitrag.

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