ESG und Nachhaltigkeit Teil 2 (Folge 150)

Bereits im letzten Beitrag hatten wir über das Thema Nachhaltigkeit berichtet. Wir stellten heraus, dass Nachhaltigkeitskriterien immer stärker in der Gesellschaft aber auch in der (Finanz-) Wirtschaft Berücksichtigung finden.

Aus den drei Facetten der Nachhaltigkeitskriterien resultieren aber auch Risiken für Unternehmen und die kreditierenden Banken.

Was genau sind ESG Risiken?

Der Nachhaltigkeitsgedanke setzt sich aus den Bestandteilen Umwelt, Soziales sowie Unternehmensführung zusammen. Aus sämtlichen Bereichen können nun Chancen, aber auch Risiken existieren.

 ESG-Risiken sind folglich Risiken, die aus diesen Nachhaltigkeitsaspekten für Unternehmen und damit auch für Banken, d. h. das Kreditportfolio, heraus resultieren. Diese ESG-Risiken können die zukünftige Kapitaldienstfähigkeit und damit die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Engagements negativ beeinflussen.

Alle kreditgewährenden Banken und natürlich auch die Aufsichtsbehörden haben naturgemäß eher die Risiken im Fokus. 

Im Kernstück geht es in Aufsichtsbehörden um folgende Fragestellung: Welche Risiken bestehen aus den drei genannten ESG-Segmenten für das kreditierte Unternehmen und damit die Hausbank und mit welchem Gewicht, wo sich diese Risiken bei der Bonitätsbeurteilung mitberücksichtigen?

Bei kleinen oder sogar Kleinstunternehmen lassen die Aufsichtsbehörden sogar eine pauschale Bewertung der ESG-Kriterien eines Kreditportfolios zu. Der Grundsatz bleibt aber bestehen, dass ein Einzelengagement zu bewerten ist.

Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, was zunächst vielleicht einfach klingt, ist in der Praxis schwer umzusetzen. 

Mit welchem Verfahren kann eine Bank ESG-Risiken in ihren Kreditportfolios erkennen und vor allem können diesen dann belastbar bewertet werden? 

Aber dies soll nicht Ihr Problem sein.

Welche Konsequenzen resultieren hieraus für Ihr Unternehmen?

Wichtig ist aber eines: Unabhängig von Ihren strategischen Überlegungen sind die Hausbanken gezwungen, auch Nachhaltigkeitsaspekte bei ihrer Kreditentscheidung zu berücksichtigen. Dies zielt nicht auf den Umweltgedanken allein ab, sondern vielmehr auf die Tatsache, wie gut Ihr Unternehmen auf künftige Veränderungen im Bereich der Unternehmensführung, Gesetze, gesellschaftlicher Wandel, Umwelt und vieles mehr vorbereitet ist.

Unterstellen wir einmal, dass Ihnen die Thematiken mehr als bewusst sind. Unterstellen wir weiterhin, dass Ihr Haus bereits eine perfekte Strategie eingeschlagen hat, diese Nachhaltigkeitsthemen nicht nur zur Risikominimierung, sondern sogar zur Umsatzgenerierung zu nutzen. 

Kann dies Ihre Hausbank aus dem reinen Zahlenmaterial erkennen? Was denken Sie?

Sollten Sie zu den (leider wenigen) mittelständischen Unternehmen gehören, die nicht nur Ihre Zahlen perfekt aufbereiten, sondern zudem noch ausführliche Kommentierungen und Erläuterungen zur perspektivischen Entwicklung Ihres Unternehmens veröffentlichen, dann wird Ihrem Bankpartner hierzu genug Informationsmaterial vorliegen. 

Wir würden uns für uns alle sehr freuen, wenn das der Standard wäre. 

Oftmals werden aber nur die „nackten“ Zahlen weitergereicht. 

Wenn diese dann auch noch schlecht aufbereitet sind, dann hat Ihr Finanzpartner schlicht keine Chance, eine vernünftige Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Datenmodell abzuleiten.

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass folglich Ihre Bonitätseinstufung abnehmen wird. Dies gilt vor allen Dingen dann, wenn Sie in Branchen tätig sind, die einem starke, gesetzliche, umweltpolitischen oder auch gesellschaftlichen Wandel unterliegen. 

Wenn die Gesetzgebung beispielsweise die Herstellung von Einwegverpackungen aus Kunststoff verbietet und Sie Kunststoffe mit genau diesem Schwerpunkt herstellen, dann dürfte dies ein existenzbedrohendes Risiko für Sie sein. 

Es sei denn: Sie haben dies bereits erahnen können und sich frühzeitig über andere Absatzmöglichkeiten oder sogar um eine Umstellung der Produktion gekümmert.

Wie Sie aktiv ESG-Risiken begegnen können und wie Sie das in einer professionellen Kommunikation mit Ihrer Bank oder Sparkasse umsetzen können, dass erfahren Sie in einem nächsten Beitrag.

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf unter anderem als stellvertretender Einheitsführer, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … aktiv in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor