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(Folge 239) – Fünf zentrale Kennzahlen zur Effizienzsteigerung Teil 5: Wertschöpfung pro Kopf

In unserem heutigen Beitrag möchten wir Ihnen mit der Kennzahl ‚Wertschöpfung pro Kopf‘ eine weitere, betriebswirtschaftliche Kennzahl vorstellen, mit der Sie die Effizienz in Ihrem Unternehmen erhöhen können.

Die Gewinn- und Verlustrechnung Ihres Unternehmens stellt die zentrale Unterlage dar, mit der Sie den Erfolg Ihres Unternehmens in einer Periode messen können. Nicht ableitbar aus dieser GuV ist aber, mit welchen Personalressourcen diese Wertschöpfung erbracht wurde. 

Genau hier setzt die Kennzahl ‚Wertschöpfung pro Kopf‘ an. In der einfachsten Version ist diese Kennzahl wie folgt definiert: 

Betrachten wir nun diese Kennzahl einmal im Einzelnen. 

Im Zähler wird zunächst die gesamte Wertschöpfung Ihres Unternehmens, d. h. die Gesamtleistung, abgebildet. Diese Wertschöpfung wird durch Ihre Produktivkräfte erbracht, also diejenigen Mitarbeitenden, die – bildlich gesprochen – mit Werkzeug und Muskelkraft die Gewerke verrichten.

Kommen wir nun zur Interpretation dieses Quotienten: Je höher sich die Wertschöpfung im Zeitverlauf darstellt, desto besser ist die Effizienz in Ihrem Unternehmen. Grundsätzlich kann diese Kennzahl für alle Branchen angewandt werden. 

Für reine Handelsunternehmen, insbesondere dann, wenn sie ausschließlich über elektronische Plattformen ihre Waren verkaufen, ist der betriebswirtschaftliche Mehrwert gering. Gänzlich anders stellt sich dies bei Produzenten bzw. Handwerksunternehmen, aber auch Dienstleistungsunternehmen dar.

Ein hoher Krankenstand führt beispielsweise zu einer geringeren Gesamtleistung. Da die Mitarbeitenden aber weiterhin beschäftigt sind, sinkt folglich auch der Quotient. 

Diese im oberen Bereich vorgestellte einfache Version der Kennzahl lässt sich betriebswirtschaftlich deutlich verfeinern, sofern nicht die Umsatzerlöse bzw. die Gesamtleistung im Zähler, sondern eher der Deckungsbeitrag verwendet wird.

 Dies setzt voraus, dass die Deckungsbeiträge aus einer unternehmensinternen Kostenrechnung auch abgeleitet werden können. 

Die Grundaussagen dieser in der beschriebenen Art modifizierten Kennzahl sind identisch. 

Je höher sich der Deckungsbeitrag pro Produktivkraft darstellt, desto besser ist die Effizienz.

Wie kann die Kennzahl zur Effizienzsteigerung genutzt werden?

Oftmals erhalten wir von unseren Mandanten Aussagen, die in etwa wie folgt lauten: „Ich möchte gerne mit möglichst wenig Einsatz den maximalen Ertrag erzielen. „

Auch wenn dieses „Mini-Max-Prinzip“ betriebswirtschaftlich gar nicht existiert (Minimalprinzip: Es soll ein festgesetztes Ziel mit minimalem Aufwand erreicht werden. Maximalprinzip: Mit einem festgesetzten Aufwand soll ein maximaler Output erreicht werden.), so spiegelt es doch den Grundgedanken einer Effizienzsteigerung wider.

Als Unternehmen haben Sie nun diverse Stellschrauben, wie Sie die Effizienz verbessern können. Als Messlatte kann die vorgestellte Kennzahl sehr gut verwendet werden. Beispiele zur Effizienzsteigerung sind: 

  1. Reduzieren Sie den Anteil an unproduktiven Kräften in Ihrem Unternehmen.
  2. Minimieren Sie unproduktive Tätigkeiten, wie beispielsweise Rüstzeiten oder Fahrzeiten, um die Wertschöpfung der Mitarbeitenden zu erhöhen.
  3. Arbeiten Sie mit Standardisierungen bzw. Checklisten, um Fehlerquoten zu reduzieren und den Durchflussprozess zu erhöhen.
  4. Achten Sie auf ein gutes Betriebsklima, denn eine hohe Arbeitsmotivation hilft, den Krankenstand zu reduzieren, die Bindung der Mitarbeitenden an Ihr Unternehmen zu erhöhen sowie die Wertschöpfung zu verbessern.
  5. Optimieren Sie die Verteilung der Aufgaben so, dass die Personal- sowie Produktionsressourcen optimal eingesetzt werden können.
  6. Reduzieren Sie ggf. Ihre Angebotsvielfalt.
  7. Fertigen Sie nach Möglichkeit in kleinen Serien, um beispielswiese Rüstzeiten zu vermeiden. 

Merken Sie etwas? 

Die Möglichkeiten, die Effizienz in Ihrem Unternehmen zu verbessern, sind vielfältig. In diesem Beitrag haben Sie bereits einige betriebswirtschaftliche Tipps erhalten. 

Mit der vorgestellten Kennzahl haben Sie eine gute Messlatte, um die Effizienz Ihres Unternehmens professionell überwachen zu können. 

Seminare

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PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heut noch ist der Bandinspektor Peter Schaaf in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor

WIE DER VATER SO DER SOHN

Es ist ein bewegender Moment, wenn ein Brandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr stolz auf seinen Sohn blickt, der wie sein Vater, im Ehrenamt tätig ist. Die Freiwilligen Feuerwehren sind nicht nur eine Institution des Schutzes und der Sicherheit, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wenn die nächste Generation bereit ist, sich diesem wichtigen Ehrenamt anzuschließen, spricht das Bände über den Geist der Hingabe und des Dienstes, der in dieser Familie herrscht.
Es ist eine Quelle der Freude und des Stolzes für den Brandinspektor zu sehen, wie sein Sohn aktiv an der Sicherheit für Menschen, Hab & Gut teilnimmt und das Erbe der Feuerwehr weiterträgt.