Technik von Finanzplanungen Teil 1

Sind Sie ein mittelständisches Unternehmen? Wurden Sie bereits des Öfteren von Ihrer Hausbank gefragt, wie viel Kapitalbedarf Sie in den nächsten Monaten haben? – Dann sind Sie hier genau richtig.

Mit diesem Beitrag möchten wir einmal die Grundzüge erläutern, wie eine betriebswirtschaftlich korrekte Einnahmen-Planung (als Vorstufe für eine gesamte Liquiditätsplanung) aussehen soll.

Gehen wir zunächst einmal von einem typischen Unternehmen aus, welches seine Leistungen auf Rechnungsbasis mit Zahlungsziel fakturiert.

Klar: Sollten Sie ausschließlich Bareinnahmen erzielen, so hat sich eine Differenzierung zwischen der Leistung (Umsatzerlöse) und den daraus resultierenden Einnahmen (fast) erledigt.

Sofern für Ihr Unternehmen keine anderen realitätsnahen Prämissen gesetzt werden können, geht die Finanzmathematik von folgender Annahme aus:

An jedem Tag des Monats erzielen Sie exakt den gleich hohen Umsatz. (Annahme der Linearität der Umsatzerlöse) 

Natürlich: Sollten Sie beispielsweise nur am 15. und am 30. eines jeden Monats fakturieren, dann wäre der Algorithmus entsprechend anzupassen.

Wie war das noch mit der GuV?

Noch einmal kurz zur „Auffrischung“: Die Leistung ist bereits dann GuV-wirksam, wenn diese erbracht, d. h. in aller Regel, wenn sie fakturiert wurde.

Diese Aussage ist unabhängig davon, ob die Leistung auch bereits bezahlt wurde. Sicherlich muss ein Unternehmen im Regelfall auch die Umsatzsteuer mit fakturieren. Die erfolgswirksamen Erlöse bleiben aber netto, so dass die Umsatzsteuerthematik für eine Ertragsbetrachtung nicht relevant ist.

Anders verhält es sich allerdings bei der Liquiditätsbetrachtung, d. h. Ableitung der Einnahmen. Diese Einnahmen sind erst dann liquiditätswirksam, wenn die Rechnungen bezahlt werden.

Betriebswirtschaftlich wird die Differenz in den Debitoren (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) und der Debitorenlaufzeit (nach wie viel Tagen werden die Rechnungen bezahlt) abgebildet. Hinzu kommt, dass die veranschlagten Einnahmen mit Mehrwertsteuer fließen, d. h. brutto in den Einnahmen eingeplant werden müssen.

Die davon zum Teil abweichende Abführung der Umsatzsteuerzahllast möchte ich zunächst einmal nicht berücksichtigen.

Der einfache Fall: Verspätete Zahlung um jeweils einen Monat

Sollten Sie beispielsweise ein Zahlungsziel von 30 Tagen vereinbaren (und sich sämtliche Kunden auch an dieses Zahlungsziel halten), so ergibt sich betriebswirtschaftlich folgende simple Betrachtung: Wenn Sie im Januar 100 € an Netto-Umsatzerlösen fakturieren, so dürften hieraus im Januar keine Liquiditätszuflüsse entstehen. Der komplette Liquiditätszufluss, d. h. 100 € zzgl. 19 % Umsatzsteuer = 119 T€ müsste dann in der Finanzplanung im Februar erfolgen.

 

Gleiches gilt auch dann, wenn das Zahlungsziel das x-fache eines Monats beträgt. Bei 60 Tagen beispielsweise verschieben sich die Beträge zzgl. Umsatzsteuer dann folglich um zwei Monate nach rechts.

Fazit:       Sie brauchen daher nur sämtliche Umsatzerlöse zzgl. Umsatzsteuer um X Monate in Ihrer Planung nach rechts zu verschieben.

Wie Sie mit „krummen Laufzeiten“ umgehen, dass erfahren Sie in einem der nächsten Blogs.

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

 

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

 

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf aktiv in seiner Einheit unter anderem als stellvertretender Einheitsführung, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … tätig.

 

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

 

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor