Wechsel der steuerlichen Begleitung – Teil 1

Wann ist ein Wechsel der steuerlichen Begleitung sinnvoll?

Wie heißt es doch so schön: Aus aktuellem Anlass möchte ich mit Ihnen einmal über den Wechsel Ihrer steuerlichen Begleitung diskutieren. Wann ist dies im Leben eines Unternehmens sinnvoll und wie läuft dieser Wechsel dann ab?

Auch wenn uns Ihr Privatleben selbstverständlich nichts angeht, möchten wir dennoch einmal folgende Frage stellen: Haben Sie Ihre Partnerin oder Partner schon einmal gewechselt? Sind Sie verheiratet, vielleicht sogar mehrfach im Laufe Ihres Lebens?

Sie runzeln jetzt vermutlich die Stirn, richtig? Was sollen denn diese Fragestellungen mit dem heutigen Thema zu tun haben? 

Die Antwort ist – wie so oft verblüffend einfach. Viele von Ihnen werden im Laufe des Lebens Ihre Partnerschaften neu ausgerichtet haben, teilweise in alter, aber teilweiser in neuer Besetzung. Wenn wir so die Statistik von Scheidungsraten schauen, so ist die Trennung eher die Regel als die Ausnahme.

Es gibt zwar keine offiziellen Statistiken bezogen auf Scheidungsraten zwischen Unternehmen und steuerlicher Begleitung. Dass diese Verbindung im Laufe eines Unternehmenslebens auseinandergeht, ist eher die Ausnahme als der Regelfall.

Grundsätzlich ist dies eine gute Botschaft, aber: Diese Ehe sollte auch vernünftig funktionieren. Bloß, weil eine Beziehung lange hält, sagt das noch lange nichts über die Güte dieser aus.

Anforderungen an die steuerliche Begleitung

Die Anforderungen, die an die begleitende Steuerberatungskanzlei unternehmerisch zu stellen sind, verändern sich im Laufe des Wirtschaftslebens. 

Dies liegt zum einen an den sich ständig ändernden rechtlichen Gegebenheiten, zum anderen aber auch an den unterschiedlichen Bedürfnissen, die sich im Laufe eines Unternehmenslebens auch ändern. 

Ein kleines Unternehmen, welches sich gerade in der Nach-Existenzgründungs/Wachstumsphase befindet, beansprucht gänzlich andere Ressourcen als etablierte Firmen, die vor einem Generationswechsel stehen.

Was genau heißt eine gute steuerliche Beratung? 

Bei großen Unternehmen/Konzernen reicht es teilweise völlig aus, wenn sich die steuerliche Begleitung tatsächlich primär auf steuerliche Fragestellungen konzentriert. 

Unser typisches Mandantenklientel benötigt aber Sparringspartner, die über den Tellerrand hinausschauen können und wollen. Die reine Erstellung der Steuererklärung reicht als Unterstützungsdienstleistung nicht aus. 

Fragen zur Gewissenserforschung

Wir  möchten Ihnen gerne folgende Fragen zur Gewissenserforschung stellen:

  • Werden die betriebswirtschaftlichen Auswertungen jeden Monat von Ihrer steuerlichen Begleitung mit Ihnen durchgesprochen?
  • Genügt die betriebswirtschaftliche Auswertung sämtlichen betriebswirtschaftlichen Anforderungen, sodass auch notwendige Abgrenzungspositionen wie Bestandsveränderungen und Abschreibungen, aber auch Veränderung des Warenlagers automatisch jeden Monat eingebucht werden?
  • Steht im Fokus der begleitenden Tätigkeit die Ertragsoptimierung und nicht die Senkung der Steuerlast?
  • Wurde die Gliederungstiefe der Kontennachweise bzw. der Summen- und Saldenliste kontinuierlich den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen Ihres Unternehmens angepasst? 
  • Ist Ihre steuerliche Begleitung in die Unternehmensabläufe und aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen Ihres Hauses aktiv eingebunden?
  • Erhalten Sie regelmäßig Tipps/Impulse zur Verstetigung Ihres Unternehmenserfolges? 
  • Genießt Ihr Steuerbüro eine gute Reputation bei den Finanzpartnern?

Wenn Sie alle Fragen (und viele weitere mehr) mit „ja“ beantworten können, dann sind Sie sehr gut bei Ihrer steuerlichen Begleitung aufgehoben. 

Sollten Sie aber bei vielen der oben angeführten Fragen stutzig werden oder zu einem Nein tendieren, dann gilt es einmal dezidiert über dies und das nachzudenken.

Angemessene Vergütung

Natürlich: Gute Beratung kostet auch gutes Geld. Es gilt aber auch, dass eine gute Leistung ihren angemessenen Preis auch wert ist. 

Ein bloßes Buchen von Belegen für eine schlanke Buchungspauschale reicht unserer Ansicht nach nicht aus.

Sie möchten wechseln, aber wie und vor allem wohin?

Unterstellen wir einmal, dass Sie mit Ihrer aktuellen Begleitung nicht zufrieden sind. Wie geht es denn jetzt weiter? Und vor allem: Wie finde ich denn die richtige steuerberatende Kanzlei für mich?

Auch hier gilt: Ein Patentrezept gibt es nicht. Wir konnten sehr gute Erfahrungen mit renommierten großen Kanzleien sammeln, aber auch sehr schlechte. Gleiches gilt auch für kleine Kanzleien, die sich oftmals durch ein sehr hohes Engagement auszeichneten, aber auch teilweise mit den vielen Anforderungen schlicht überfordert waren.

Klar sollte eines sein: Ein Wechsel der steuerlichen Begleitung muss wohl überlegt und gut durchdacht und so umgesetzt sein, dass kein Scherbenhaufen entsteht. Genau das ist auch der Grund, warum viele Unternehmen, selbst wenn es berechtigte Gründe gibt, diesen Schritt scheuen wie der Teufel das Weihwasser.

Wie Sie nun die richtige Kanzlei für sich finden, dies erfahren Sie im nächsten Beitrag.

Seminare

Praxisnah, effektiv, nachhaltig
– Wie wir trainieren

PETER SCHAAF

GESCHÄFTSFÜHRER

Ein Sprichwort sagt: Nur wenn das Feuer in dir brennt, kannst du es bei anderen entfachen. Nach diesem Prinzip gestalte ich meine Seminare. Abwarten und reagieren – das ist nicht meine Sache; aktives und zeitnahes Handeln zeichnet mich aus. Dieses Feedback erhalte ich auch immer wieder von Kunden und Teilnehmern. Denn den gewünschten Effekt kann man nur dann erzielen, wenn die vorgeschlagenen Handlungsmaßnahmen bzw. Seminarinhalte auch umgesetzt werden. Auf dieser Überzeugung baue ich meine Arbeit auf.

Beruflicher Werdegang

  • Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bonn
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln mit den Schwerpunkten Bankbetriebslehre, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht
  • Dreijährige Tätigkeit im gewerblichen Aktivgeschäft der Sparkasse Bonn in den Bereichen Marktfolge und Markt
  • Langjährige Managementerfahrung als „Sparringspartner“ für mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen Themenstellungen wie Finanzierung, Controlling oder Sanierung bei renommierten Beratungsgesellschaften
  • Zudem umfangreiche Erfahrung als Dozent aus mittlerweile mehr als über 2.000 Seminartagen
  • Erfolgreicher Abschluss der Lehrgänge zum „Zertifizierten Unternehmensberater CMC/BDU“ sowie „Zertifizierten Restrukturierungs- und Sanierungsexperte RWS“

Neben dem beruflichen Werdegang zieht sich die Thematik des „Troubleshooting“ seit vielen Jahren über die private Seite des Unternehmensberaters Peter Schaaf.

So trat er 1985 in die Freiwillige Feuerwehr Bonn ein und durchlief eine „klassische Feuerwehrkarriere“ von der Grundausbildung, dem Truppführer Lehrgang bis hin zum Abschluss des Gruppenführerlehrgangs im Jahr 1997. 2010 erhielt er vom Innenminister des Landes NRW das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Im Jahr 2020 absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer am Institut der Feuerwehr in Münster und erlangte damit die Qualifikation, einen kompletten Feuerwehrzug (rund 24 Einsatzkräfte) im Einsatzgeschehen führen zu können.

Auch heute noch ist der Brandinspektor Peter Schaaf unter anderem als stellvertretender Einheitsführer, Vorsitzender des Fördervereins und, und, und … aktiv in seiner Einheit tätig.

Feuerwehr Ehrenzeichen Gold_Peter Schaaf

Ausbildung und Qualifikationen bei der Feuerwehr

  • 1988 Grundausbildung
  • 1990 Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • 1991 Führerschein für LKWs und Feuerwehrfahrzeuge
  • 1992 Ausbildung zum Maschinisten
  • 1996 Ausbildung zum Truppführer
  • 1997 Ausbildung zum Gruppenführer
  • 2020 Ausbildung zum Zugführer

Beförderungen:

  • 1989 Feuerwehrmann
  • 1993 Oberfeuerwehrmann
  • 1997 Unterbrandmeister
  • 1999 Brandmeister
  • 2002 Oberbrandmeister
  • 2010 Hauptbrandmeister
  • 2020 Brandinspektor